Kritikon

Nix Koran auf Zürichs Strassen?

Staatstrauer! Man fasst es nicht. Der Kanton Zürich will die farbenfrohe heitere Koran-Verteilaktion «Lies!» verbieten. Eine nationale Katastrophe, so was.

Das würde ja bedeuten, dass wir keine bunten Indokrinationsstände entdecken würden, mit keinen bärtigen Plakatmännern mehr sprechen dürften und auch nicht stolzer Besitzer eines Gratiskoran wären.

Die Folgen sind unabsehbar: Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen im ganzen Abendland. Mindestens, wenn nicht gar eine Tragödie sophokleischer Dimensionen.

Nie wieder werden wir auf der Strasse direkt zu hören bekommen, womit uns die Sure 9,5 beglückt: «Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Kuffar (lebensunwürdigen Ungläubigen), wo immer ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, dann lasst sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.» Wie öde und langweilig wäre die Welt ohne diese Botschaft.

Ja, wir werden sie vermissen, die Strassenkoranisten, welche uns nie wieder live und gratis mit der Sure 47,4 erfreuten. «Wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Kopf, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt. Die übrigen legt in Ketten.»

Wahrlich, wir müssen allmählich befürchten, dass wir ohne diese netten Koran-verkäufer lieblos rationalen Zeiten entgegen wanken. Wie nur werden wir mit dem Leben zurechtkommen, wenn Vernunft, Verstand und ein Restbestand unseres okzidentalen Vermächtnisses die Religionsbesessenen von der Strasse vertrieben haben? Bestens, mein Lieber, bestens!

Schon aufgefallen, was LIES auf Englisch bedeutet?

Kommentare (0)