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Nach wie vor unter Volldampf

Was Sie hier vielleicht beeindruckt betrachten, existiert nicht mehr, wie wohl so manche Sachen, die wir nicht getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht mehr sehn. Dampfloks sind Stahlzeugen einer komplett analogen Welt.

Die hier abgebildete Maschine ist eine der 50 «Super Hudsons» der NYC-Klasse J-3a, gebaut von der American Locomotive Company (ALCO) in Schenectady in den Jahren 1937 und 1938 für die New York Central Railroad (NYC).

Von denen erhielten 12 Lokomotiven eine vom Industriedesigner Henry Dreyfuss entworfene Stromlinie. So wurde die Version der J-3a zu einer Stilikone der Art Déco-Epoche.

Wen wundert es, dass diese sich aufgrund vielfach in zeitgenössischen Anzeigen und Werbeplakaten erschienenen Abbildungen zu einer der bekanntesten Lokomotiven Amerikas entwickelte.

Der Bug der Stromlinienverkleidung erinnert an eine umgestülpte Badewanne.  Man taufte die Sonderanfertigung nach dem früheren Eigentümer der Bahngesellschaft «Commodore Vanderbilt».

Warum schreibe ich darüber? Nostalgie? Das auch. Aber auch Wehmut, die leise Melancholie über unwiederbringliche Dinge und Technologien, die einfach verschwinden und digitalen Ersatz-Welten weichen mussten, von denen wir nicht wissen, was eigentlich wir von ihnen halten sollen und erwarten dürfen: Etwa lächerliche Surrogate und illusionäre Parallelwelten?


Die NYC J-3a ohne Verkleidung

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Die Eleganz ist weg. Aber die Wucht und die Kraft sind geblieben. Die Maschine hatte 4'725 PS (Zum Vergleich: SBB Lok Re 4/4 II 6'320 PS). Die J-3a lief satte 95 mph also etwa 150 km/h. Daher auch die grossen Schnellzugsräder.


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