Ad Personam

L'Orde national de la
Légion d’honneur en désordre?

Als der Erste Konsul, Napoleon Bonaparte, am 19. Mai 1802 den Verdienstorden, den «Ordre national de la Légion d’honneur» schuf, hätte er sich wohl kaum vorstellen können, welche Figuren man damit auszeichnen würde.

Hätte er es geahnt, er hätte vielleicht auf den Klunker verzichtet, den es in verschiedenen Klassen gibt, angefangen mit dem Chevalier, über den Officier und dem Commandeur, bis hin zum Grand Officier und schliesslich auf der höchsten Stufe, das Grand-croix.

Dass Goethe und Wieland als Chevaliers geehrt wurden, ist sicher nachvollziehbar. Oder Jean Gabin und Tomi Ungerer als Officiers.

Nichts gegen Umberto Eco und Daniel Barenboim als Commandeurs, Arthur Honegger und Le Corbusier als Grand Officiers; und auch Willy Brandt, ja sogar Konrad Adenauer als Träger des Grand-croix lösen wohl kaum Bedenken aus.

Aber dann! Ich bitte Sie: Harald Schmidt, Pascal Couchepin, Hartmut Mehdorn (DB), Franz Josef Strauss oder Otto Habsburg? Was soll das? Da regen sich doch Zweifel.

Keine Zweifel hingegen, sondern immerhin so etwas wie Genugtuung hat jetzt die Nachricht bewirkt, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad der drohenden Aberkennung des Grosskreuzes der Ehrenlegion zuvorgekommen ist und den Orden an Frankreich zurückgegeben hat.

Gut ist auch zu wissen, dass ausländische Spitzenpolitiker zwar geehrt, aber nicht wie die Citoyens Français Mitglieder der Ehrenlegion werden. Man stelle sich mal Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Arnold Schwarzenegger, Klaus Wowereit oder gar Wladimir Putin als solche vor?


Kommentare (0)

Werbung? Aber sicher!

img

Et tu, Brute? Du also auch? Du machst Werbung? Ist doch generell doof. Muss sie aber nicht. Kommt darauf an, wofür. Ganz sicher nicht für Fertig-menüs und Abführmittel. Aber für Leute, die schreiben, für die schon. Siehe neue Seite WERBUNG.

Weiter