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Und was war jetzt mit Ostern?

Ja, was war eigentlich? Im Fernsehen konnte man alte Schinken sehen wie «Fackeln im Sturm» und «Die Bibel» Marke Hollywood 1966 mit alttestament-arischen Rauschebärten und einem Jesus, der merkwürdigerweise immer aussieht wie ein Love-in-Teilnehmer aus den 60-er Jahren.

Nun, wer's mag, dem soll es nicht genommen werden. Gebt dem Konsumenten, was des Konsumenten ist und der Billag die zu hohen Gebühren.

Schon wesentlich spannender war, was die WELTWOCHE in der vorletzten Ausgabe gewagt hat. Ihr Cover zeigte wenig bibelkonform den Erlöser beim Abendmahl umgeben von Frauen statt den Aposteln. Bitte schreien Sie jetzt nicht «Blasphemie, steiniget ihn!»

Sondern überlegen wir uns doch mal, was wäre wenn. Wenn ein paar Apostellinnen (Apostelienen?) dabei gewesen wären, zum Beispiel Petra, Johanna, vielleicht eine Judith oder meine Lieblingsapostellin, Esther?

Wäre es dann nicht denkbar, dass es heute in der Sancta Catholica et Apostolica Ecclesia endlich Priesterinnen gäbe und ihre Kollegen heiraten dürften?

Und wir wär's mit gemischten Klöstern und einer Sexualmoral, die sich nicht auf die Ehe beschränkte?

Und Himmel und Hölle, Fegefeuer inkludiert, könnte man streichen, den Dauerirrtum der Trans-Substantiations-Lehre (TSL: Bitte nachschlagen) ebenfalls; und nicht zu vergessen die physiologisch etwas fragwürdige jungfäuliche Empfängnis (immaculata conceptio). Das alles wäre doch denk- und wünschbar, oder etwa nicht?


Vorsicht Werbung

Den Text zu den Details über einen ferrovialen Clusterfuck lasse ich auch aus Propaganda-Gründen stehen. Er entstammt meinem Kurzgeschichten-Band und hat den Titel, den Sie gleich hier anklicken können:
«Das Eisenbahnunglück am Gare Montparnasse.
Ein Aufsichtsrat der l’Ouest schreibt einen Brief.
»


Kommentare (1)

Heinz Bösch am 08.04.2018 21:56

Mit Schmunzeln nehme ich die Neugestaltung von Da Vincis Abendmahl zur Kenntnis. – Doch warum ist der Herr in der Mitte ein Herr? Da könnte man doch die Konsequenz zu Ende denken: Eine "Jesa" in der Mitte! Die vorliegende Version mit Jesus und den anbetenden Apostelinnen untermauert für mich das Frauenbild der Hard-core-Katholiken gerade noch.
Hier scheint mir Luis Buñuel mit seiner gemischgeschlechtlichen Da-Vinci-Abendmahl-Variante im Film Viridiana (1961) eine Prise frecher. (Siehe Bild) In seiner Interpretation sitzt zwar auch ein Herr in der Mitte, es ist allerdings der Anführer jener Bettlertruppe, die sich unter der barmherzigen Obhut der unschuldigen Viridiana plötzlich ihrer Bedürfnisse bewusst wird und sich bacchantisch emanzipiert. Das war nicht ganz im Sinne der karitativ orientierten frommen Viridiana.
– Immerhin hat sich Buñuel in seinem Filmgemälde wenigstens auch noch an Da Vincis Symmetrie gehalten …

Angewandter Darwin?

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THE ORIGIN OF SPECIES
BY MEANS OF NATURAL SELECTION.

Friedfertige Besinnungspause im Advent

27. November 2018

Vier Lichter könnten uns sofort aufgehen. Ein erstes für etwas mehr Weisheit im Denken, ein zweites für mehr zivilcouragierte Stärke, ein drittes für etwas mehr Ästhetik im Umfeld und ein viertes schliesslich als Symbol der Hoffnung, Besseres voraussehen zu dürfen (meliora praesumo).

Was auch immer geschehen soll: Friedfertig und entspannend sei unsere Adventszeit. In Ordnung. Auch für Sie. Und man muss ja nicht immer reden ... oder schreiben.

Angesagt ist jetzt eine Besinnungspause, etwas mehr Stille und Konzentration auf Wesentlicheres als Politik und Wintermode. Habe wirklich noch Anderes zu tun. Fragen Sie nicht was. Doch: Abnehmen zum Beispiel. Obsolete Akten entsorgen. Oder endlich mal das Medizinschränkchen ausräumen.

Fazit: Im Dezember erscheinen keine Depeschen-Bulletins. Ab Januar 2019 dann aber schon; und das in bewährt griffiger Manier.
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Fünftes Buch ist erschienen
und kann bestellt werden.

26. November 2018

Hier erfahren Sie mehr dazu.
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«Die schaffen das!»

25. November 2018

Am Samstag, 17. November 2018: Grosseinsatz der aargauischen Kantonspolizei. 140 Beamte kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Fazit: 13 Verhaftungen auf dem Platz oder nach Flucht. Ist doch beachtlich. Angesichts der zwar sinkenden aber immer noch belastenden Einbruchszahlen sind solche Razzien doch sehr zu begrüssen. Warum nicht gleich jede Woche und zwar schweizweit? Ist aber vermutlich eine Budgetfrage und der Verfügbarkeit der Beamten für Sondereinsätze.
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