Aphorismen

Anarchie auch in der Schweiz?
Bakunin, Kropotkin und Proudhon
lassen herzlos grüssen.

Laut Nachrichtendienst des Bundes (NDB) nehmen linksextreme Gewalttaten wieder zu. Das habe offenbar mit den Ideen der Anarchisten vergangener Jahrhunderte, aber sicher nicht mit Immanuel Kant zu tun.

«Um die Revolution wie ein glühendes Eisen durch unser Jahrhundert ziehen zu lassen, gibt es nur eines zu tun: DIE ZERSTÖRUNG DER AUTORITÄT».

Das sagten die Anarchisten vergangener Jahrhunderte. Also weg mit Staaten, Regierungen, organisierter Gesellschaft, geregelter Demokratie, Gesetz und Ordnung, eben anarchia: Absenz von Herrschaft?

Ja klar! Zuerst blühende Landschaften und Städte in rauchenden Schutt und qualmende Asche legen. Jede Woche ein bis zweimal Kravalle Anschläge und Vandale. Denn das Morsche müsse sterben, selbst dann, wenn es gar nicht morsch ist.

Und dann? Aus den Trümmern entstehen wieder Ordnungsgebilde der Macht, bis eine neue Generation glaubt, es zertrümmern zu müssen. Dies ad libitum et repetatur. Siehe Bolschwiken, Nazis, Faschisten und Realsozialisten.

Wo die Rechte zuviel Zucht, Unterwerfung und Ordnung verlangt, will die Linke gar keine. Freie Bahn dem Individuum, dass sich mit Hammer und Spitzhacke, Zwille und Brandsätzen auf den Strassen gegen Kapitalismus und Staat entfalten will.

Also verwundert man sich auch nicht, wenn der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) einen Anstieg linksextremer Gewalttaten feststellt. Die Urheber reklamieren dann postwendend, der NDB sei auf dem rechten Auge sehgestört. Ist er nicht. Er leuchtet auch in die rechte Ecke. Und da sieht’s nicht besser aus. Nur nicht so auffällig.

Konklusion: Anarchie ist ein Alptraum und absolute Freiheit zwar denk- aber nicht wünschbar. Liberalismus ist nur in einem geordneten Sozialgefüge sinnvoll, nämlich als Antidot gegen die Fieberschübe der Überregulierung. Und die ergibt sich zuhauf aus dem Umstand, dass Leute nicht immer wissen, was sich gehört.

Da wäre dann das Kant-Zitat wieder mal fällig: «Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.» Konkret: Fahre in der Nacht ohne Licht Velo, damit die Vernunft unter keinen Umständen Maxime deiner Handlungen werde.


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