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Twittern bis die Hände zittern

Was bedeutet es, wenn ein Nationalrat seine sämtlichen Tweets löscht? Einsicht? Überdruss? Angst oder Arthrose in den Fingergelenken? Oder doch bloss Kalkül?

Vielleicht möchte er nur nicht auf das Niveau von diesem blonden Amerikaner hinuntergestuft werden? Strebt er eine vita contemplativa an und sinnt über Enthaltsamkeit nach?

Hat er vielleicht endlich sein Suchtproblem erkannt, Gegenmassnahmen beschlossen und hat, abhängig wie ein Raucher, statt wieder Zigaretten zu paffen, bereits wieder - laut Presse - über zwanzig weitere Tweets abgesondert.

Oder möchte er bewusst doch bloss ein bisschen irritieren und vielleicht seine Vergangenheit etwas camouflieren? Das Wort hat nichts mit Camel zu tun.

Wir wissen es nicht. Und wir müssen es auch nicht wissen. Denn schon wieder sind wir auf einen neuen Kommunikationsdreh hereingefallen. Ökonomisch gesprochen: Wertsteigerung durch Verknappung?

Ob ich denn nicht twittere? Nein, auf keinen Fall. Ich muss keine Wähler und Wahlen mehr gewinnen. Und selbst dann täte ich es nicht.

 

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Das Unwort der Woche: Sturzfestival

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Sportreporter haben nicht immer ein zärtlich inniges Verhältnis zur Sprache. Marcel Kuchta von der az zum Beispiel nennt die Serie von schweren Stürzen an der Tour de France ein Sturz-festvival. Dann wäre analog sein Artikel ein Sprachsturz, um nicht andere Reime feiern zu müssen.

Friedfertige Besinnungspause im Advent

27. November 2018

Vier Lichter könnten uns sofort aufgehen. Ein erstes für etwas mehr Weisheit im Denken, ein zweites für mehr zivilcouragierte Stärke, ein drittes für etwas mehr Ästhetik im Umfeld und ein viertes schliesslich als Symbol der Hoffnung, Besseres voraussehen zu dürfen (meliora praesumo).

Was auch immer geschehen soll: Friedfertig und entspannend sei unsere Adventszeit. In Ordnung. Auch für Sie. Und man muss ja nicht immer reden ... oder schreiben.

Angesagt ist jetzt eine Besinnungspause, etwas mehr Stille und Konzentration auf Wesentlicheres als Politik und Wintermode. Habe wirklich noch Anderes zu tun. Fragen Sie nicht was. Doch: Abnehmen zum Beispiel. Obsolete Akten entsorgen. Oder endlich mal das Medizinschränkchen ausräumen.

Fazit: Im Dezember erscheinen keine Depeschen-Bulletins. Ab Januar 2019 dann aber schon; und das in bewährt griffiger Manier.
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Fünftes Buch ist erschienen
und kann bestellt werden.

26. November 2018

Hier erfahren Sie mehr dazu.
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«Die schaffen das!»

25. November 2018

Am Samstag, 17. November 2018: Grosseinsatz der aargauischen Kantonspolizei. 140 Beamte kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Fazit: 13 Verhaftungen auf dem Platz oder nach Flucht. Ist doch beachtlich. Angesichts der zwar sinkenden aber immer noch belastenden Einbruchszahlen sind solche Razzien doch sehr zu begrüssen. Warum nicht gleich jede Woche und zwar schweizweit? Ist aber vermutlich eine Budgetfrage und der Verfügbarkeit der Beamten für Sondereinsätze.
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