Aphorismen

Schröder-Schulz-Schnulze in Dortmund

Deftige Polemik zum SPD-Parteitag in der Kommentarspalte der ZEIT ONLINE, unter anderen auch von Helveticus minor, alias der Schreibende.

Zitat: «Ob SPD, CDU, FDP, Linke oder Grüne, was in Deutschland für Demokratie gehalten wird, wäre in der Schweiz undenkbar und würde lachend in den Orcus gewünscht. So etwa die Tatsache, dass alle vier oder acht Jahre die Politik rechts-umkehrt oder links-umkehrt macht, und das sogenannte Volk im Grunde genommen dann nur noch zusehen kann, was die in Berlin für Bastelarbeiten abliefern. Man nennt es dann Repräsentative Demokratie und würde sich wundern sich, wenn die falschen alternativen Kreise für Deutschland ein Initiativ- und Referendumsrecht verlangten. Und es wird plausibel, warum wir in der Schweiz nicht einer EU beitreten wollen, in der Direkte Demokratie ein Fremdwort zu sein scheint. Und dies noch: Ein Mann wie Herr Schulz zum Beispiel wäre in Helvetien undenkbar: Viel rhetorischer Wind, wenig konkrete Substanz.»

Ein selbstkritischer rhws aus Deutschland hat geantwortet.

Zitat: «Tja, aber wir waren Papst, Fußballweltmeister, Grenzöffner, Heilsbringer der Welt, Exportweltmeister zwar auf Kosten der Beschäftigten, haben deshalb auch die niedrigste Arbeitslosenrate, optimieren uns täglich selbst, zwar ohne Lohnanspruch, mobben was das Zeug hält, überschauen Rechtsbrüche der Regierung, verdammen aber den Brexit und Trump aufs schärfste, lieben die EU auch wegen der Reisefreiheit und der Wohnortwahl. Hatten wir in der EG zwar auch, braucht aber von den jüngeren keiner zu wissen. (…) Unsere Medien bleiben ruhig, damit das Volk nicht beunruhigt wird, und deshalb ist der Volksentscheid auch für uns nichts. Ätsch, das habt Ihr in der Schweiz nicht. Und um dem untätig zuzuschauen, sind wir auch schön besch ... rt. Glückliches Helvetien.»

Danke für die Geranien. Und glückliches Germanien, das noch einen selbstironi-schen rhws unter seinen Bewohnern weiss.

Kommentare (1)

Dr. Canisius Mertens am 26.06.2017 12:34

Ach herrjeh, Deutschland und seine Parteien. Da sehnt man sich ja direkt wieder nach Dr. Adenauer, Willy Brandt und Helmut Schmidt, na ja, ein wenig auch nach dem anderen Helmut.