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Rolf Dobellis Skala des Irrelevanten

Sollen die Steuern für Hyperreiche angehoben werden? Dürfen künstlich gesüsste Nahrungsmittel verkauft werden? Ist der Verzehr von Fleisch ungesund? Sollen wer mit wem auch immer heiraten dürfen? Müsse wir zu allem eine Meinung haben? Und soll man die in Sekundenschnelle absondern?

Rolf Dobelli nennt das «Meinungsinkontinenz». Sie wissen schon, der Fall für die Pampers. Unser Gehirn sei ein «Meinungsvulkan». Er schleudere nonstop Meinungen und Ansichten in die Atemluft. Relevanz hin oder her. Und wir äusserten uns zu Dingen, die uns nichts angehen, kommentierten unbeantwortbare Fragen und beantworteten voreilig komplexe Sachverhalte. Und dann noch dieses faltenlose «Gefällt mir - Gefällt mir nicht.»

Dennoch: Sie gefällt mir, seine These, dass 99 Prozent unserer Meinungen schlicht überflüssig sind. Auch diese. Aber was leite ich daraus ab? Ganz einfach: Die sogenannte «Dobelli-Skala», analog zur Richter-Skala für Erdbeben. Die Masseinheit hiesse denn sinnfällig «dob».

Hier ist sie mit Beispielen aus dem persönlichen Wertekanon der Relevanzstärke:
1 dob: Minime Relevanz: Die ausgesummte Schulz-Einjahresfliege in der BRD.
2 dob: Minimierte Relevanz: Erdogans Evolutionstheorie.
3 dob: Minimale Relevanz: Wer wird Wimbledon-Sieger?
4 dob: Minimalste Relevanz: Kim Kardashian von vorne.
5 dob: Mikrobische Relevanz: Kuscheln mit Kühen.

Und 6 dob? Relevanz von 1 Ångström (0.1 nm)?
Ergänzen Sie doch bitte Ihre Vorschläge im Kommentarteil.

Kommentare (2)

Werner Keller am 26.06.2017 20:37

Ein weiterer Fall für 6 dob:
Frau Leuthards Energie-Ergüsse.

Alois Prager am 26.06.2017 11:59

Ein Fall für 6 dob: Jedes Jahr das Gewese um die Hitzewelle und diese sinnlosen Rekordvergleiche.

Friedfertige Besinnungspause im Advent

27. November 2018

Vier Lichter könnten uns sofort aufgehen. Ein erstes für etwas mehr Weisheit im Denken, ein zweites für mehr zivilcouragierte Stärke, ein drittes für etwas mehr Ästhetik im Umfeld und ein viertes schliesslich als Symbol der Hoffnung, Besseres voraussehen zu dürfen (meliora praesumo).

Was auch immer geschehen soll: Friedfertig und entspannend sei unsere Adventszeit. In Ordnung. Auch für Sie. Und man muss ja nicht immer reden ... oder schreiben.

Angesagt ist jetzt eine Besinnungspause, etwas mehr Stille und Konzentration auf Wesentlicheres als Politik und Wintermode. Habe wirklich noch Anderes zu tun. Fragen Sie nicht was. Doch: Abnehmen zum Beispiel. Obsolete Akten entsorgen. Oder endlich mal das Medizinschränkchen ausräumen.

Fazit: Im Dezember erscheinen keine Depeschen-Bulletins. Ab Januar 2019 dann aber schon; und das in bewährt griffiger Manier.
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Fünftes Buch ist erschienen
und kann bestellt werden.

26. November 2018

Hier erfahren Sie mehr dazu.
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«Die schaffen das!»

25. November 2018

Am Samstag, 17. November 2018: Grosseinsatz der aargauischen Kantonspolizei. 140 Beamte kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Fazit: 13 Verhaftungen auf dem Platz oder nach Flucht. Ist doch beachtlich. Angesichts der zwar sinkenden aber immer noch belastenden Einbruchszahlen sind solche Razzien doch sehr zu begrüssen. Warum nicht gleich jede Woche und zwar schweizweit? Ist aber vermutlich eine Budgetfrage und der Verfügbarkeit der Beamten für Sondereinsätze.
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