Region Brugg

Bettgeflüster in der Region:
Brugg wäre nicht fusions-abgeneigt?
Beispiel Villnachern.

Wenn der Brugger Einwohnerrat Patrick von Niederhäusern in einer Kleinen Anfrage sich nach der Fusions-Strategie der Stadt Brugg erkundigt, ist dies insofern bemerkenswert, als dieser Vorstoss aus den Reihen der nicht eben explizit fusionswilligen SVP geschieht.

Nun liegt die Antwort des Stadtrates vor. Sie ist verhalten und vernünftig; zugleich dezidiert dezent, denn die Brugger Exekutive frönt keinem quirligen Aktivismus, was ihr dann vermutlich wieder die üblichen Vorhaltungen eintragen könnte, sie sei nicht prospektiv engagiert, zaghaft und zaudernd und sollte sich an Baden ein Beispiel nehmen. 

Nun liesse sich solch angebliches Verhalten auch als Ausdruck von Vernunft und Besonnenheit interpretieren. Denn es ist ja mehrfach erwiesen, dass Brugg nicht den Anschein erwecken möchte, eine Politik der gestaffelten Okkupationen zu forcieren.

Im Gegenteil: Die fusionsgeeigneten Gemeinden müssten, wenn schon, auf der Basis einer Bewegung von unten eine Politik der sachten Annährung verfolgen.

Für ein Herantasten wird Brugg offen sein wollen, wohlwissend, dass eine Fusion kein kurzfristiger Parforce-Ritt ist, sondern sich weit eher als Marathonlauf über etliche Jahre hinziehen wird, so wie das zusammen mit dem ehemaligen Schinznach-Bad geschehen ist. Dass man zudem jetzt erst mal etwas pausieren möchte, ist wohl so verständlich wie notwendig.

Wenn nun in Villnachern der Gemeindeammann glaubt, dass «seine Gemeinde als Fusionspartner gut zur Stadt Brugg passen würde», dann bestätige ich das gerne, und unbeschadet davon wird man ihn für dieses proaktive Votum sicher nicht tadeln wollen.

Man wird aber dennoch daran erinnern müssen, dass eine Fusion immer dann am erfolgreichsten sein wird, wenn sie auf dem gesamten Gemeindeacker keimt, zur kräftigen Pflanze aufwächst und vom Volk gehegt und gepflegt wird.

Siehe auch: Ein Königsweg für Villnachern? 
https://www.valentin-trentin.ch/index.php?article_id=765


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Grand Café Odeon in Brugg

10. Dezember 2025

1959 kam er in die Kinos. Allerdings nicht in alle, denn der «Sittenfilm» von Kurt Früh wurde in sechs Kantonen verboten. Er hiess «Café Odeon» und galt als Melodrama aus dem Zürcher Milieu mit kritischem Ansatz. Er ist aus heutiger Optik eher harmlos in Schwarz-Weiss.
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Klaustag

6. Dezember 2025

Da hat man tatsächlich nachgefragt, ob mir statt zum 4. auch zum 6. Dezember etwas einfalle, wenn möglich im Kontext zur Region Brugg und zum Thema Chlaus. War schwierig.
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ALEA IACTA EST.

4. Dezember 2025

Auch IACTA ALEA EST, je nach Quelle. Passt doch auch für Brugg. Obschon hier kein Rubicon überschritten wurde, sondern lediglich Exekutive und Legislative gefahrlos neu erkoren wurden.
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