Kritik

«Ein garstig Lied!
Pfui! ein politisch Lied!»

Nun scheint aus den Verunreinigten Staaten doch wieder etwas zu werden, was dieser Zirkusclown nie gewollt hat, nämlich ein in Demokratie und Rechtstaatlichkeit vereintes Land.

Zumindest ist's in einer Zeit, wo so manche Fahne kopfsteht, aufs Innigste zu wünschen. Darauf wetten will man aber trotzdem nicht. Und ob es die vornehmste Aufgabe der Medien ist, im Nebel zu stochern und sich in Spekulationen und Prognosen zu ergehen, also man zweifelt da seit Monaten.

Und generell erinnert man sich dann wieder entfernt an Goethes Faust I, an die Szene in Auerbachs Keller, wo ein besoffenerr Student ein Spottlied auf das sich auflösende Heilige Römische Reich zu singen wagt und prompt die Quittung seiner Kumpanen kassiert: «Ein garstig Lied! Pfui! ein politisch Lied!»

Das ist es in der Tat in den USA gewesen. Dass es jetzt vorüber sei, das hofft man zumindest. Denn dass dies' garstige Lied hat sich bis jetzt bequem auf das profanisierte Weisse Haus anwenden lassen, aus dessen Office täglich Dissonanzen von zweifelhaften Instanzen und von quäkenden Politbarbies im Stundentakt schrillten.

Ob's da nun stiller wird, man zweifelt und tröstet sich mit der Erkenntnis, dass auch Autokraten, Diktatoren, Tyrannen und Despoten hinunter steigen müssen ins Reich der Toten. Fragt sich nur noch, wer, wann und wie?


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