Region Brugg

Was lange währt, ist ...

... schliesslich besser geworden. Ganz sicher könnte das leicht geänderte Zitat für den seit mehr als einem Jahrzehnt angeplanten Steg auf dem Umiker Dachwehr gelten.

Denn der Stadtrat Brugg nehme laut AZ-Artikel von Michael Hunziker nun tatsächlich einen neuen Anlauf und wolle ein fundiertes Anfragegesuch an den Kanton erarbeiten lassen.

Der Einwohnerrat hat an seiner Sitzung am 4. September 2020 über den Planungskredit von 58'287 Franken positiv entschieden. Man gratuliert ihm zur Gnade der Einsicht.

Das Vorhaben ist nun doch sehr zu begrüssen und belegt einmal mehr, dass Brugg sich langsam, dafür aber stetig bewegt, auch wenn diese Konstanz mehr als ein Dezennium in Anspruch genommen hat.

Hier sei ein Wunschbildartikel angefügt, von dem ich nicht mehr genau weiss, wann er verfasst wurde. Lang, lang ist's jedenfalls her.

Nun wollen wir hoffen, dass er doch noch gebaut wird, der Brugger Dachwehr-Steg.

Hier geht's zum erwähnten Artikel


reg brugg dachw sep 6

Hier noch kurz nachgeliefert die Anregung von Herrn Meyer im Bild.

Kommentare (6)

Clemens Meyer am 02.09.2020 09:50

Was den provisorischen Steg betrifft, weiss Herr Brügger, dass am Ufer alles Material dafür bereit liegt? Wäre eine gute Genisten-Übung.

Valentin Trentin am 27.08.2020 15:32

Nur kurz, Martin Brügger. Ich teile Ihre Bedenken und Ihre Erfahrungen. Dennoch votiere ich für den Steg. Die Party-Güsel-Hunde-Idiomatik ist davon unabhängig als generelles Degenerations-Phänomen zu betrachten und zu bekämpfen; und das mit oder ohne Steg.

Martin Brügger am 27.08.2020 12:47

Alles, was die Lebensqualität der heimischen Bevölkerung fördert, muss realisiert werden. Dies ist meine feste Überzeugung. Ich habe den damaligen Vorstoss mitunterschrieben. Aber: ich bin zwischenzeitlich entsetzt, wie z.B. in der Corona-Krise die (auswärtige) Party-Gesellschaft den Aareraum von Brugg noch mehr eingenommen hat - und mit welchen Begleiterscheinungen. Parkieren im Landwirtschaftsland, Feuerverbote ignorieren, Abfall liegen lassen - freilaufende Hunde in Schutzzonen etc.
Der Aaresteg wäre eine Bereicherung der Naherholungszone. Für Spaziergänger, Läufer, Naturfreunde. Aber wenn dann auch die heutige wenig berührte Auenschutzzone mit Abfall und Lärm "bereichert" wird, dann will die Bevölkerung diese Auswüchse bestimmt nicht.
Gratisparkplatz bei der Badi, dann mit Bierbüchsen, Aldi-Schnaps und Grill über den Steg und ohne leere Büchsen wieder zurück...
Wenn das Dachwehr wegfällt (das ist der Plan der AXPO), dann kann die einheimische Jugend auch ohne Steg auf die Umiker-Seite gelangen (der Wasserstand ist im Sommer meist so niedrig).
Warum nicht durch die Genietruppen ein provisorischer Steg erstellen lassen und austesten, wie dann der Freizeitbetrieb an der Aare aussehen könnte? Es ist wichtig, vor dem Bau alle Aspekte zu beleuchten - dafür dient die Kreditvorlage.

Pirmin Meier am 21.08.2020 10:31

Der Steg auf dem Umiker Dachwehr erinnert mich an Johann Georg Zimmermanns "Katechismus für Kleinstädte", womit er sich satirisch in der Art von Christoph Martin Wieland über kleinstädtisch-schildbürgerliche Verhältnisse ausliess. Trotzdem handelt es sich nicht um Banalitäten, sondern um den Kleinkosmos, in welchem nun mal die sogenannte Lebensqualität der Leute stattfindet oder auch nicht.

Erfreulich und sozusagen auch für länger erinnerlich bleibt, dass sich Valentin Trentin auch solcher Themen annimmt. Nächste Woche, dh. am 27. August 19 Uhr findet beim Strohdachhaus Muhen die Vernissage einer fast dreihundertseitigen "Quartiergeschichte" Schwabistal 1295 - 2020" statt, eine Weltgeschichte im kleinen mit Steuern und Steuererleichterungen, Berichten über Schutzmassnahmen bei Pandemien z.B. 1742 und 1918, Auswanderung, Kriminalität, z.B. um den grossen Räuber Matter, Tanz- und Tabakverbote, Wässerung, Wassererschliessung, Forstwesen, Rebbau und Schafhaltung, bis zur Pflicht eines jungen Mädchens, die Hausgeiss jeweils zum Halter des stinkenden Bocks zu bringen oder jeweils dort Brot zu posten, wo es zehn Rappen billiger war. Da kann man nur sagen: C'est la vie! Das Buch ist vom ehemaligen Gemeinderat und Verfassungsrat Kurt Rey verfasst und enthält keine Zeile, worüber der Verfasser nicht genauestmöglich im Bild wäre. Eigentlich wäre das, und nur das, wirklich wissenschaftliche Geschichtsschreibung.

Beat Schirmer am 16.08.2020 12:58

Wer dagegen sein wird? Eigentlich nicht schwer zu erraten. Es ist die Ortspartei auf der rechten Seite, die in allen Fragen für sich die Deutungshoheit beansprucht. Ich kann mir vorstellen, dass es ihr unter anderem um die Kosten geht.

Clemens Meyer am 15.08.2020 17:22

Gut Ding will Weile haben. Ist doch egal. Hauptsache, der Steg wird gebaut. Mal sehen, wer wieder dagegen sein wird.

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