Querbeet

Poesiealbum
Das Gedicht der Woche 26

Hebel kennt man noch zur Not ganz gut. Aber Friedrich Hebbel? Höchstens noch als biblischen Dramatiker oder als Verfasser seiner Tagebücher. Hier sei er als Poet vorgestellt.
«Die Weihe der Nacht» wurde von Max Reger als op. 119 für Alt-Stimme, Männerchor und Orchester vertont. Ein kleines Wunderwerk, wie das Meiste von Reger, wenn man seine kühne Harmonik liebt, was ich uneingeschränkt tue.

Friedrich Hebbel

Weihe der Nacht

Nächtliche Stille!
Heilige Fülle,
Wie von göttlichem Segen schwer,
Säuselt aus ewiger Ferne daher.

Was da lebte,
Was aus engem Kreise
Auf ins Weitste strebte,
Sanft und leise
Sank es in sich selbst zurück
Und quillt auf in unbewusstem Glück.
Und von allen Sternen nieder
Strömt ein wunderbarer Segen,
Dass die müden Kräfte wieder
Sich in neuer Frische regen,
Und aus seinen Finsternissen
Tritt der Herr, so weit er kann,
Und die Fäden, die zerrissen,
Knüpft er alle wieder an.

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