Querbeet

General-Anzeiger Brugg und Rundschau:
Querbeet vom 4. Dezember 2025:
«4. Dezember»

Im Kalender finden wir heute den Namenstag der Hl. Barbara, eine der 14 Not-helferinnen und Schutzpatronin der Artilleristen, Bergleute und Mineure, die auch beim Bau des neuen Bözbergtunnels immer eine Barbara-Statuette dabei hatten.

(Bild: Hier beim Durchstich Neuer Bözberg-Eisenbahntunnel.)

Von Barbara von Nikomedia (Izmit) erzählt die «legenda aurea», sie wäre als schöne, kluge junge Frau bei Männern sehr begehrt gewesen, was sie aber ignorierte. Sie zog es vor, als Eremitin in einem Badehaus zu leben. Dort wurde sie Christin. Als ihr Vater das erfuhr, wollte er sie töten. Sie floh, wurde aber von einem Hirten verraten.

Man nahm sie gefangen, folterte und verurteilte sie zum Tode. Ihr Vater Dioscuros enthauptete seine eigene Tochter. Der wurde aber später vom Blitz erschlagen, was erklären kann, warum Barbara als Bitt- und Schutzinstanz bei plötzlichen Gefahren wie Blitze und Schlagwetter im Bergbau gilt.

Ebenso bekannt ist, dass am Barbaratag Zweige von Kirschbäumen geschnitten, in eine Vase gestellt und bis Heiligabend aufbewahrt werden. Sie sollen uns aufblühend die düstere Winterzeit aufhellen und Glück und Hoffnung fürs neue Jahr bringen.

Nicht unerwähnt sei hier, dass in Brugg an diesem Tag das sogenannte Barbarschiessen die mit dem Brauch nicht vertraute Einwohnerschaft erschreckt.

Erschrocken war vermutlich auch das Publikum am 4. Dezember 1971 im Casino Montreux an einem Konzert von Frank Zappas Band «Mothers of Invention», als eine abgefeuerte Leuchtpistole das Gebäude und die Musikanlage in Brand setzte und total zerstörte.

Offenbar war die Hl. Barbara an diesem Tag abwesend. Die Gruppe «Deep Purple» hat der Vorfall dann später zum Stück «Smoke on the Water» inspiriert.

Doch damit nicht genug Unglück: Sechs Tage später stürmte in London ein junger Mann auf die Bühne und stiess Zappa in den drei Meter tiefen Bühnengraben. Die Band musste die restlichen Termine ihrer Tour absagen. Zappa war für neun Monate im Rollstuhl.

Und dann dies noch: Am 4. Dezember 1993 erlag der geniale Musiker in Laurel Canyon mit 52 Jahren einem weit fortgeschrittenen Karzinom. «R.I.P., Franky.»


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