Region Brugg

Die PdW, die Partei der Widersprüche

Sie frönt seit Jahren dem Neinsagertum, der offenbar systematischen Verweigerung aus generellen statt sachlichen Gründen. Zumindest in Brugg, wenn's um die REPOL geht.

Zu entdecken ist das auch beim geplanten Baukredit für die längst fällige Renovation eines ehemaligen Abwartshäuschens. Den weist sie getreu ihrer eigenen Programmatik zurück: Protestieren statt Investieren, Knicken statt Nicken.

Aber damit nicht genug. Da tut sie wie gesagt auch, wenn es gilt, die Stellenpro-zente für die Regionalpolizei zu erhöhen. Auch die drängen sich seit Jahren auf.

Aber was tut die PdW? Mit dem Hinweis auf die schmale Ertragslage der Stadt blockiert sie nun auch dieses allgemein anerkannte Anliegen mit Argumenten, die sicherheitspolitisch gar nicht widersprüchlicher sein könnten.

Es schmerze sie besonders, weil sie hohe Achtung vor dem Engagement und den Leistungen der Polizistinnen und Polizisten habe; und ihr sei die Sicherheit der Bevölkerung eines ihrer zentralsten Anliegen. Trotzdem verweigert die PdW treu ihrem Ruf diese dringend notwendige Aufstockung des Polizei-Bestandes. Die sollen sich offenbar debroullieren wie bis anhin.

Kann man dieses doppelsinnige Verhalten verstehen? Oder erinnert es an jene Leute, die eine Alarmanlage besitzen, sie aber nicht einschalten, weil sie Strom sparen wollen? An jemanden, der weiss, dass er das Dach reparieren sollte, es aber aus Kostengründen unterlässt und dann überrascht tut, wenn es ihm auf Kopf und Bettdecke tropft.

Ach, noch dies. Die andere Partei, die PdU, die Partei der Umverteilung, die sieht das auf der anderen Seite und mutmasslich oder mutwillig aus anderen Gründen ähnlich. Die wollen angeblich lieber warten, bis es wirklich brennt.


Das Resultat

reg brugg svp 30 juni 17

Mit 36 zu 11 Stimmen ist im Einwohnerrat Brugg der Aufstockung des Polizeipersonals um 200 Stellenprozente zugestimmt worden. Ein Sieg der Vernunft für mehr Sicherheit im Alltag in Häusern und auf den Strassen. Und eine Niederlage mehr für die PdW, welche die politische Agenda mit einem Sparkassenbuch verwechselt.

Ach ja, noch dies. Die Rechnung 2019 der ehemaligen Gemeinde Schinznach-Bad ist genehmigt worden. Freude über erteilte Décharge. 


Kommentare (1)

Max Brentano am 20.06.2020 00:27

Besser könnte man die Parteiraison der PdW kaum formulieren. Wie immer streng mit den anderen, es sei denn, sie gehören zu Dir.

Grand Café Odeon in Brugg

10. Dezember 2025

1959 kam er in die Kinos. Allerdings nicht in alle, denn der «Sittenfilm» von Kurt Früh wurde in sechs Kantonen verboten. Er hiess «Café Odeon» und galt als Melodrama aus dem Zürcher Milieu mit kritischem Ansatz. Er ist aus heutiger Optik eher harmlos in Schwarz-Weiss.
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Klaustag

6. Dezember 2025

Da hat man tatsächlich nachgefragt, ob mir statt zum 4. auch zum 6. Dezember etwas einfalle, wenn möglich im Kontext zur Region Brugg und zum Thema Chlaus. War schwierig.
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ALEA IACTA EST.

4. Dezember 2025

Auch IACTA ALEA EST, je nach Quelle. Passt doch auch für Brugg. Obschon hier kein Rubicon überschritten wurde, sondern lediglich Exekutive und Legislative gefahrlos neu erkoren wurden.
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