Kritik

«An den Früchten sollt ihr ... »
Sie wissen schon.

Das Aufblühen der Grünen und Grünliberalen (Softeisgrüne) wird fast ausnahms-los als oekologischer Tsunami, Wirbelwind oder etwas bescheidener nur als Sturm bezeichnet. Gestürm wäre angemessener.

Denn die Sitzverschiebungen zu Bern liegen entgegen üblicher dramaturgischer Beschwörungen im Rahmen der gewohnten Rochaden und Scharaden.

Wie die Früchte dieses grünen Frühlings dann allerdings in vier Jahren aussehen werden, wird sich weisen. Wenn sie schon mal keine Würmer enthielten, wäre viel gewonnen. Und vielleicht dominieren dann ganz andere Themen die Agenden. Wieder mal die Asylanten, dann die Sozialleistungen oder Armee und EU.

Und nicht vergessen: Skepsis ist im politischen Tummelfeld jederzeit angebracht. Man frage sich nur mal, was denn eigentlich seit den Kassandrarufen des Club of Rome in den 60er-Jahren tatsächlich besser geworden ist?

Die ungebremsten Geburtenraten, der Verkehr, die Luft, die Wälder, die Artenvielfalt oder die Hamburger von Burger King? Partiell, ja doch, da und dort, das sehe ich ein.

Ich habe bewusst etwas überzeichnet. Schon klar. Sonst liest's ja niemand. Aber das fällt im Zeitalter der grünen Marketingstrategen, der Zopfträgerinnen und Freitagsschwänzer nicht sonderlich auf. Ein wenig vielleicht doch?

Bleiben wir dabei: Besserung beginnt im Kleinen und bei uns selbst. Ab Morgen werde ich die eingekauften Früchte nicht mehr in Plastik verpacken, denn «an den Früchten sollt ihr» … Sie wissen schon.


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