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Skylla und Charybdis?
Zur politischen Lage

Tagespolitik bleibe dieser Homepage fern. Also keine Namen bitte. In das Boot steige ich nicht ein. Konkrete Zensuren austeilen, ohne mich. Das überlasse ich gerne den Krampfhennen und Keifhähnen in den elektronischen Kommentar-spalten der Journaille.

Was man von den Kandidaten zu wissen glaubt, ist selten das, was man wissen müsste. Und über wen man nichts Rechtes weiss, soll man nicht urteilen. Und das sind für mich 98 Prozent der Fälle.

Was man aber schon wissen sollte: Ist die Person dossiersicher? Kann sie konsensfähig streiten? Ist sie rhetorisch begabt, dialektisch talentiert und versiert? Ist sie theoriegestählt und dennoch pragmatisch angelegt und orientiert? Hat sie «Leichen im Keller»? Als Stichworte: Ist sie «korrumpiert, geschmiert» oder einfach nur «ungeniert raffgierig»?

Nehmen wir mal gütig an, die Vita der Person sei im Rahmen des Unvollkommenen in Ordnung. Warum nur wird man dennoch in konkreter Qual der Wahl an Skylla und Charybdis gemahnt? Oder auch schon mal an Wahnwitz und Filmriss erinnert?

Da durfte man dann Kandidaten mit einem Weltbild erleben, das in einer Streichholzschachtel Platz hat, ausgestattet mit dem Wortschatz einer Makrele und dem Schreibvermögen eines Drittklässlers, die über die Rhetorikkünste eines Maulwurfes und die Durchsetzungsstärke eines Zitronenfalters verfügen.

Dann aber gleichwohl überheblich genug sind, nach den «Abschiffern ihres Lebens» weiterzumachen. Weiter zu pfuschen Richtung neuer politischer Mandate. Und das, obschon es ihnen an multipler Erfahrung und politischem Talent gebricht, an Gespür für Menschen fehlt und auch Zweifel an Intelligenz und Durchblick auch schon mal aufleuchteten.

Und doch. Wir müssen in die sauren Äpfel beissen, wenn wir wählen wollen. Solange sie keine Würmer beherbergen, sind sie zumindest noch geniessbar.

In Deutschland gab es mal einen ungeniessbaren GRÖFAZ. Bei uns heissen sie
GRÖPOLAZ. Aufklärung in der nächsten Nummer.

Wichtiger Nachtrag. Personen und die Handlung dieser politischen Komödie sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.


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«Man soll schweigen oder Dinge sagen,
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Heute kein «Querbeet»

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Jules Bloch (1947 – 2026)
Monument eines «Landjuden» im aargauischen Surbtal

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Am 17. März verstarb mit Jules Bloch ein mit seiner Heimatgemeinde Endingen in einmaliger Treue verbundener israelitischer Mitbürger.
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