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Mut zur Farbe?

Farbe sei in! Sagt eine Redakteurin vom AZ-Kulturdezernat. Und garniert diese Erkenntnis mit ein paar Beispielen.

Sommerkleider, Stadtfeste, retrograder Flowerpower, Kolormanien, und was uns sonst noch an farbenprächtigen Metaphern einfällt. Die Welt ein Blumenladen. Tulpen aus Amsterdam, Rosen aus dem Tirol.

Nun, falsch ist das ja nicht, wenn laut Kulturkommissarin da bloss die bösen Architekten mit ihrem «Weiss und Betongrau» nicht wären.

Hat mich aber nie besonders gestört. Lieber eine weisse Wand, als diese unsäglichen Imitantenhelgen der einsamen und mutigen Helden der Spraydose. Das Repetitive als Ausdruckvariable, Minimalart der Hinterhöfe und an Güterwagen.

Nun breite sich aber wieder eine neue architektonische Unsitte aus. «Alles ist beige, breiig beige», sagt die Kulturjurorin. Gratuliere erst mal zu den Adjektiven.

Nun ganz ungewohnt und neu ist dieses breiige Beige – diese Porridgefarbe – ja nicht. Denn sehr beliebt ist sie bei der Seniorenschaft. Windjacken und Hosen in Beige und Khaki beleben den Kleiderschrank und das Strassenbild. Nur nicht auffallen, scheint die Devise zu sein.

Warum eigentlich nicht? Nun gut, Alter im Hawaii-Hemd und Shorts sieht  auch nicht immer betörend aus. Aber dieses Kackbeige? Muss das wirklich sein? Mut zur Farbe? Ja sicher, aber bitte mit Geschmack und Dezenz. Oder dann so? Also, ich weiss nicht. Schrillt wie ein alter Wecker.

Next 44 mut z farbe aug 31

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