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SVP setzt auf Kintopp

Früher in der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB) sah das so aus. Ein Bild aus Bundesrat Mingers authentischen Tagen. Bald nun aber sind unter www.wahlkampfderfilm.ch echte Laienschauspieler zu entdecken.

Denn dort sind demnächst diese Herren in action zu sehen: Herr Blocher haut auf den Tisch. Herrn Glarner wird der Mund zugeklebt. Herr Aeschi versucht sich über den Dächern von Bern als Cambrioleur (Nizza kommt nicht in Frage, ist Ausland), Herr Amstutz fällt als Revival-Parachutiste vom Himmel. Und Herr Köppel tut das, was er am besten kann: Sich verbal ins Szene zu setzen!

Die ersten Kommentare sind frappierend zahm und eher zustimmend: «Antiquiertes Marketing, sympathisch, kreativ, gut verpackt, selbstironisch und vielleicht oskarreif».

Ablehnend schreibt man von «Horrorshow, thematisch falsch, vorgestrig». Also die übliche argumentativ schwachbrüstige SVP-Basherei.

Mein Kommentar? Der folgt erst, wenn ich das Produkt gesehen habe. Einen Wein beurteilt man ja auch nicht nur nach seiner Etikette. Dann schon eher nach seinem  Jahrgang. Und da gilt nicht selten: Je älter desto besser.

Zudem gilt nicht nur in der SVP: Einerlei und allerlei, sch...egal, was man über uns schreibt und sagt, Hauptsache man spricht über uns. Nur eben: Dieses Mal könnte sich der Spruch als Schuss in einen wurmstichigen Apfel erweisen.


Und ein bescheidenes  Wortspiel lässt sich dann auch nicht mehr vermeiden: «Wahlkampf-Wahlkrampf-Starrkrampf!»


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