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«Allons enfants de la Patrie!»

Ob Quatorze Juillet oder Erster August, beiden gemeinsam ist, dass die Nationen sich feiern. In Frankreich eben pathetisch à la Française und Marseillaise, bei uns eher prosaisch mit ausgewogenen Reden und Blaskapellen, Bier und Bratwürsten.

Was liesse sich dagegen sagen? Eigentlich nichts. Hauptsache wir sorgen uns um unsere Zukunft und leisten was für unser Land, im Kanton und in der Gemeinde.

Das ist manchmal belastender als Herumwettern und Niederschmettern, wie es unsere Dichterfürsten so talentvoll vormachen, aber dennoch pars pro toto dort daneben schiessen, wo sie die Einzelfälle treffen sollten.

Ein Autor darf und muss skeptisch und kritisch sein, und wenn's geht, auch authentisch, was immer das heisst. Er soll sich auf alle Fälle nicht verdrehen, jedem linden Hauch und hippen Furz nachschnüffeln.

Er wird nicht immer die austarierte Mitte suchen, aber er sollte trotzdem die Gegenpositionen immer im Auge behalten und ganz sicher auf keinem blind sein.

Das gilt auch für 1. Augustredner. Affirmative oder alternaive Langweiler sind nicht gefragt. Aber noch weniger jene, die sich nur an der Minimalminderheit des Unerwünschten und an den Übeln unserer Zeit orientieren, überall Missstände wittern und über jedes Loch im Käse twittern. Patriotische Lobhudelei ist aber auch nicht unbedingt notwendig.

Und ein Letzes für heute: Auch wenn in den Journalen und Räten dauernd von den Isslers, Feris und sogar von den Herren Naef, Guhl und Flach an sie erinnert wird, ich sage trotzdem: «Ceterum censeo, alle Quoten gehören auf die Lofoten.»

Alsdann, ihr Kinder des Mutter- und Vaterlandes: «Nous entrerons dans la carrière, Quand nos aînés n'y seront plus.» (Wir werden unseren Weg fortsetzen, wenn die Älteren nicht mehr da sein werden.) In der Schweiz, für die Schweiz, für ein besseres Europa und wenn's geht, auch für ein anderes Amerika.

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Herdentrieb

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