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WEF ante portas oder
«Herr Schwab weffelt.»

Was! Schon wieder WEF auf der Davoser temporären Hochpreisinsel. Im Widerspruch zu den hoffnungsdurchtränkten Apologeten des «Economical Vanitiy Fair» zitiere ich gerne mal auszugsweise einen Beitrag aus meinem Buch «Mikrobiologie des Alltags».

Da verspotten zwei Wirtschaftsmenschen das WEF als «World-Eclipse-Fair», als «Widerlich-Eitle-Festhütte». Man stelle sich Davos ohne diese Schaumschläger-Veranstaltung und ohne diesen vanity and foam fair vor. Ein Ort für Skifahrer und Barhocker?

Und schlimmer noch: Einer von den beiden Managern hält generell Kongresse eher für konkret wirkungslos. Er spricht dann auch von «Selbstbeweihräucherungs-Meetings» mit etwas «Apéro-Riche-Smalltalk».

Man lerne dort Leute kennen und wieder vergessen. A la fin du compte et du comptoir trage man ein paar Dutzend Visitenkarten nach Hause, denen man kaum noch ein Gesicht, eine Idee oder ein Projekt zuordnen könne. Natürlich stimmt das so nicht ganz.

Vor allem zeigt der andere sich leicht düpiert, wenn Herr Schwab auch schon mal leicht stopfnasig angedeutete hätte, dass die Gastfreundschaft von Davos leider nicht die ganze Bevölkerung durchdrungen habe. Der soll doch nun wirklich nicht auch noch herumposaunen, dass man Davos die Treue halte, wenn dagegen keine schwerwiegenden Umstände vorlägen. Aber es gäbe da Grenzen.

Ob nun solch kühner Rede im Dorf Weinen und Wehklagen sein wird, ist schwer einzuschätzen. Vermutlich bei denen, die am WEF verdienen. Aber nicht bei denen, die nur die Umtriebe und die Unbill zu spüren bekommen.

Wie und was auch immer. Ich warte immer noch auf sicht- und spürbare Projekte und Besserungen der Weltlage, die eindeutig und konkret auf der grenzenlos  überschätzten Talk-Veranstaltung basieren.

Noch dies: Satire übertreibt immer. Sie darf und muss das.

Kommentare (1)

Dr. Canisius Mertens am 20.01.2019 22:57

Da hat zum WEF auch Urban Priol in seinem Programm «Tilt! - Tschüssikowski 2018» (sat1) etwas beizutragen gehabt. Das lässt nicht an satirischer Schärfe zu wünschen übrig.

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Urban Priol zum WEF

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«Gedealt haben sie (Trump und Joe Käser) das am Weltwirt-schaftsforum in Davos, diese alljährliche Farce in der Schweiz, wo sich die Mächtigen dieser Welt treffen, die angeblich nur ein einziges Ziel haben, die Welt ein Stück weit besser zu machen. Und wir sitzen dann vor dem Fernseher und starren in die Bunte ... und haben Ehrfurcht vor dem Glamour der Welten-lenker und den tollen Frauen. Hey, da treffen sich jedes Jahr 50 Tonnen Silikon und 1000 Jahre Knast auf einem Haufen. Da müssen Sie doch keine Ehrfurcht haben.»

Wenn Sie den ganze Priol-Auftritt sehen möchten, hier geht's 

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