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11.11.: Fasnacht ante portas

Und schon wieder dröhnen allerorten die Kakophoniker der Dorfmusiker, die Mummenschränzer und Traumatänzer der Fasnachtscliquen in Stadt und Land uns die Ohren voll und verkünden am 11.11. das Nahen der Tollen Tage. Nichts dagegen. Das muss nun mal sein.

An Subjekten und Objekten für Spott und Gelächter wird es wahrlich nicht mangeln, wenn auch die Verse zum Teil arg holprig daherstottern. Aber das verzeihen wir den Laien grossmütig. Hauptsache bleibt, sie treffen das veralberte Ziel. Wer dürfte das wohl 2019 sein?

Vielleicht The Greatest President since Ramses II.? Das geht nicht. Für eine zynische Würdigung sind die Tollen Tage einfach zu kurz.

Angela Merkel? Ach nein. Lasst doch Mutti in Ruhe. Sie werkelt und tüftelt bereits an neuen Kohlrouladen-Rezepten für den baldigen entpolitisierten Ruhestand herum.

AKK? Nein nicht die Allgemeine Krankenkasse, sondern die putzgesunde CDU-Annegret Kramp-Karrenbauer, angeblich die künftige Miss Germany, immer verausgesetzt, der Bauer im Merzen (Friedrich II.) bringt die Thronanwärterin nicht zu Fall.

Erdogan? Ich bitte Sie. Was an diesem Mann verfügt noch über einen Restbestand an Satire-Eignung?

Und in Helvetien? Bundesrat Schneider-Ammann? Auf keinen Fall. Er hat seine Pflicht als unaufgeregter Schnitzelbank-Anreger erfüllt. Lasst ihn in Ruhe gehen.

Bleibt noch der Aargau. Wen hätten wir denn da? Herrn Wermuth? Nein, zu monoton ideologisch, eigentlich ein Langweiler. Über Marx-Reinkarnationen spottet man nicht.

Wie wär's aber mit DJ Bobo? Nein, ganz sicher nicht, der macht selber schon genug Fasnacht.

Gut, aber fasnachts-verse-würdig (hübsches Wort) wäre doch ... ja, wer jetzt? Bitte geben Sie mir noch etwas Zeit. Bin noch auf der Suche. Nehme aber gerne Anregungen entgegen.


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