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Das Frühlingserwachen einer Homepage

«Nun ward der Winter unsers Missvergnügens» im Eisfach zwar sehr frostig, aber dennoch sehr erholsam. Und nachdem die freundlicheren Stimmen der sichtbaren und unsichtbaren Kommentatoren günstig gesinnt waren, wird es abgetaut. Denn ab 5. März 2018 geht's nun halt doch mit den Depeschen-Bulletins weiter. Man hat es ja prophezeit, dass ich es nicht einen Monat ohne Schreiberei aushalte. Stimmt!

Es bleibt allerdings dabei: Aufwand und Ertrag stimmen nicht überein. Was soll's, dann halt eben nicht. Wenn man etwas verstehen will, muss man es in Sprache giessen können. Ist mein Credo

Stumm die geballte Faus hochhalten, taugt allenfalls zur historischen Nostalgie, ist aber kein konkretes Manifest mehr und schon gar nicht ein Erkenntnisbeitrag. Gestalten heisst die Losung, auch wenn die verfügbare Zeit knapp ist und es nicht selten an brisanten Stoffen fehlt. Oder finden Sie etwa eine Olympiade spannend, SRF TV, die Sockenproduktion in Burkina Faso, die CDU, die sich selbst demontierende SPD oder Schweizer Mundart-Rock?

Und wozu soll man mehr Echo verlangen? Die Leute leiden an akuter Smartphonitis, bewegen sich in Parallelbilderwelten, da bleibt denen wenig Energie für den eigenen sprachlichen Ausdruck. Oder schlicht kein Bock. Globale Ermüdung!

Im besten Fall reicht's noch für die Rolle der beleidigten Leberwurst, die auf keinen Fall noch mit fremdem Senf bestrichen werden soll. Dr. G. Benn hat zwar recht, wenn er schreibt: Bleiben und stille bewahren/das sich umgrenzende Ich.

Aber heisst Umgrenzung nicht auch Verengung in der Privatsphäre? Cocooning, sich einspinnen als NERD in eine digitale Kunstwelt? Ohne mich. Da nehme ich gerne auch mal eine saftige Antwort aus der real existierenden Welt der Vögel und Hornochsen in Kauf.


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