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WEF: WIEDER EHER FOLGENLOS

In ihrer neusten Kolumne amüsiert sich Katja Gentinetta in der AZ über die Auslagen der ökonomischen Gemüsestände und der sozialen Früchtchenkörbe am WEF. Sie empfiehlt uns, den Schnee zu schippen, statt an der Zukunft zu nippen

Überfrachtet seien sie, die Auslagen und globalen Ausverkaufsangebote, angefangen mit «Angst» über «Barrikaden, via «Cyberspace» und «Disruption», entlang des Alphabetes bis hin zu «Vaterland», «Welthandel» und «Zerfall».

Zwischenstation machten die unwirksamen Verbaldekorateure bei den «ökonomischen Narrativen», die aber nichts mit Narreteien zu schaffen haben.

Auch fehlten die neuen «Gesundheitsparadigmen» nicht, welche wiederum nichts mit progressiver Paralyse zu tun haben sollen.

Und auch Adjektive wie «komplex, vernetzt, abhängig, nachhaltig, gemeinsam und kollaborativ» hätte man nicht vermissen müssen.

Die mehr unverbindlich im Esoterik-Sumpf Watenden hätten schliesslich Programme wie etwa «Mindfulness-Meditation», «Postkarten vom Saturn» und die «Kraft des Vertrauens» erwartet.

Kurz: Das grosse Davoser Imkreiseherum-Pallaver, dieser gigantisch sinn- und zwecklose vanity fair der Grossen und Mächtigen, der Gesetzten und Verletzten hatte sie amüsiert wie die Davoser Schneemassen auf die Schippe geladen.

Ihr Bericht endet denn auch folgerichtig so: «Dabei gäbe es in diesem Jahr ein so einfaches Programm für alle: Schnee schaufeln! Ist erfrischend, gibt rote Backen und zeigt einem gnadenlos, welche Muskeln man nicht hat.»

Und welche Muskeln dem WEF fehlen. Die Muskeln für Tat und Wahrheit.

Kommentare (1)

Ernst Bannwart am 28.01.2018 16:20

Aber wenn Onkel Donald schon die ganze Wirtschaft mit seinem Werbespot in die USA holt, haben wir mit dem WEF doch immerhin noch die Werbeeinnahmen dazu. Und damit können wir dann wenigstens noch den Schnee von gestern wegschaufeln, wären die anderen die Coins von morgen wegscheffeln...

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