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OLYMPIA 2038 und WM 26? Was soll's?

Herr Izydor Wrysowsky hat hier vor ein paar Tagen keinen guten Faden an einer Winterolympiade 2038 in der Schweiz gelassen.
Das sehe ich in einzelnen Punkten anders. Ich bin grundsätzlich für Olympiaden. Allerdings ohne Staatskrücken. Sowas und ähnliches muss privat finanziert werden.
Da gebe ich Herrn Wrysowsky völlig recht. Wer Spitzensport will, soll auch dafür selber aufkommen. Den Rest könnten dann die Einnahmen aus den Fernseh-Übertragungs-Rechten begleichen.
Aber dazu nichts mehr. In wenigen Tagen ist die WM 26 vorbei. Ja und? Landauf, landab wird gerätselt, wer wohl Weltmeister wird. Und da geht's bei mir schon los. Nehmen wir einmal an, es wird England. Ja und dann? Dann ist England Fussball-weltmeister ... oder Frankreich ... oder die Schweiz (?).
Ja gut. Und jetzt? Aber was bedeutet das nun? Eigentlich sehr wenig bis nichts. Ist ja nur Fussball. Und wer hat gewonnen? «Wir?» Oder waren es doch bloss die 11 Spieler auf dem Feld und ein Trainer? Ist die Nation jetzt besser, hat sie mehr Prestige, mehr Bedeutung, mehr Geld? Scheint mir unsinnig zu sein. Ich verzweifle trotzdem nicht. Ich zweifle bloss.
Und doch bleibt in mir ein Gedanke kleben: Sind jetzt mit einem Titel die Probleme der Siegernation, ja überhaupt der Nationen gelöst? Asylanten, Sicherheit, Wirtschaft, Wohnungsnot, Blondydonalds USA, Wladimirs Russia und jene der 3. Welt?
Manchmal denke ich, wir sollten erst einmal unsere Welt in Ordnung bringen, bevor wir unsere Zeit dem Gerangel um Medallien widmen. Ich weiss, ich bin eine Spassbremse. Ich kann aber fröhlich leben damit.
Bildlegende: Schweiz - Grossdeutschland, 1938 in Frankreich: 4:2.
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