Kritik
Trump desavouiert Gefallene

Das Bild sagt mehr als Dutzende von Worten. Man wundert sich in keiner Weise. Der Kerl disqualifiziert sich mittlerweilen täglich. Auch hier tut er es wieder, indem er sich als pietätlosen Krampfkasper und Kravattenmuffel outet.
Und das gleich dreifach. Irgendwann habe ich mal gelernt, dass die militärische Ehrenbezeugung oder einfacher gesagt, das Handanlegen nur Militärangehörigen in Uniform gestattet sei. Trump ist trotz Oberkommando Zivilist. Er hat demnach gar kein Recht dazu.
Zweitens diese Idiotenmütze. Man trägt aus Respekt vor den Toten nun mal einfach keine Kopfbedeckung; und schon gar nicht dieses abgeschmackte Redneck-Exemplar.
Und dass drittens seine Vasallen, wie z. B. dieser Vance, es ihm grüssend gleich tun, lässt nicht auf Eigenständigkeit schliessen.
Trump tut es immer wieder. Und das ohne eigene militärische Diensterfahrung. Sein früherer Anwalt Michael Cohen erzählt Trump habe ihn mal gefragt, ob er ihn den für blöd halte? Er hätte natürlich dafür gesorgt, dass er nicht nach Vietnam musste.
Aber es kommt noch gröber: Er solle 2018 gefragt haben, warum er eigentlich zu diesem Weltkrieg I-Friedhof fahren solle? Da lägen doch nur die Verlierer. Und später habe er gefallene Marine-Infanteristen als Trottel bezeichnet, weil sie sich hätten töten lassen.
Er soll auch einen Besuch auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof Aisne-Marne gecancelt haben. Vorgeschobener Grund: Der Hubschrauber könne wegen des Regens nicht fliegen. Man weiss es besser. Trump habe sich um seine Frisur gesorgt, in der viel Haarspray steckt und die weder Wind noch Regen verträgt.
Nehmen wir an, da stimme einiges. Ja dann: God bless America.
Quellen: FAZ 2020 und Deutschlandfunk

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