Kritik

10 Millionen? Und jetzt?

Sicher ist die Headline der NZZ nicht ganz falsch: «Der Streit um die Zuwanderung geht weiter.»

Debatte statt Streit wäre wohl angemessener; oder wenn schon, dann begeben wir uns eher «freudvoll zum Streit» wie uns die Alten sungen in «Rufst du mein Vaterland».

Nur eben. Mit überkommenen Gesängen lösen wir die Probleme im Einwanderungs- und Asylumfeld, den Mangel an zahlbaren Mietwohnungen, die Engpässe der Infrastruktur und auch die Hemmnisse nicht, wenn es notwendig wird, ältere Arbeitnehmende zu unterstützen.

Und schlimm genug. Ich sehe ein getrübtes und durchmischtes Lagebild. Das reicht von unbekümmerten Sozialhilfeschmarotzern mit Aggressionsuntergrund bis zu intregrierten tüchtigen Berufsleuten mit Migrationshintergrund.

Demnach bleiben etliche Fragen unbeantwortet, und einige Probleme ungelöst, wenn es gilt, die Segnungen südlicher Mentalitäten zu verstehen oder zu verwerfen; und es gleichzeitig notwendig ist, die  Anpassungsleistungen zugunsten der helvetischen Zielvorgaben Richtung Leitkultur durchzusetzen. 

Und je nach Strassenbild, will heissen, je nach Begegnungen auf den Strassen, oszillieren wir dann zwischen Ablehnung und Verständnis. Wenn wir aber ehrlich sind, und das sind wir, bleibt ein Rest von Unbehagen haften. Es sind einfach zuviele.


Kommentare (1)

Ueli Keller am 19.06.2026 13:45

Zuvielisation ist, wenn zu viele viel zuviel wollen.

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