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Die Webseite hält inne.

Sie ist aber noch offen. Klar, die Ambivalenz bleibt. Bin alles andere als sicher, damit aufzuhören. Kann sein, dass ich schon nach ein paar Wochen nicht stillsitzen kann und erneut zum verbalen Florett greife. Bestehen bleibt aber die GÄSTESEITE.
Es war ja angekündet: Es reift die Erkenntnis von Blaise Pascal allmählich auch in mir: «Tout le malheur des hommes vient d'une seule chose, qui est de ne savoir pas demeurer en repos dans une chambre.»
Nun gut, ein Unglück war's ja nicht, nach aussen ein bisschen wirken zu können. Aber summa summarum und à la longue müsste man eigentlich nach dem erneut sehr geringen Wiederhall in oblomowsche Lethargie verfallen oder eben das Sendestudio in Ruhe verlassen: «Wie gesagt, Leute, das war's: Bachwerke-Verzeichnis 82, (Ich habe genug.) Macht alleine weiter!»
Übigens meinte Meister Eckard früher schon mal, dass es Zeit sei, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber eines Anfangs zu vertrauen. Tja, das hat mich berührt und zu diesem vorläufigen Entschluss gedrängt.
Ich lass' vorerst einmal die Seite ruhen, es sei denn, aus Berg und Tal erschallt der Ruf: «Bitte nicht, mach' weiter.» An Stoff fehlt es weiss der Himmel nicht, und auch in der Hölle weiss man das. Und vereinsamen wird man ganz sicher nicht, wenn man sich dem vielen Lärmen um Nichts entzieht. Vielleicht im Gegenteil, zusammen mit Anderen. Bis später wieder, oder auch nicht. So, das war's jetzt.
Als Forum offen bleibt hingegen die GÄSTESEITE. Hier erreichen Ihre Beiträge über 300 ausgwählte Personen aus Kultur, Gesellschaft, Organisationen und Politik.

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Kommentare (1)
Danke für Ihr Engament. Es ist halt schon so, dass sich Plattformen mit Meinungen und Kommentaren sich inflationär vermehren. Soeben blätterte ich die NZZ durch mit der Feststellung, dass immer mehr Meinungen zu lesen sind, statt Reportagen, Berichte und Interviews, was ermüdend wird. Geschweige all die vielen Blogs, Webseiten und die Sozialen Medien. Alle wollen der Welt ihre Meinung kundtun und wohl immer weniger Menschen gibt es, die das alles lesen möchten oder können.
Vielleicht ist es auch wieder an der Zeit, sich guten Büchern oder auch guten gedruckten Magazinen zu widmen. Warum nicht wieder mal den "Zauberberg" von Thomas Mann lesen, mit so reichen Perspektiven auf diese Welt und Gesellschaft? Ich entdecke an mir, wie ich gedruckte Texte ganz anders und bewusster lese als die am Bildschirm. Etwas online zu stellen ist heute kein Aufwand mehr und jeder kann es machen.
Aber etwas zu drucken und zu vertreiben durchläuft mehrere Instanzen und Abläufe, die dazu führen, sich länger zu überlegen, ob das die Öffentlichkeit lesen soll oder nicht. Ist Ihr letztes Buch - aus dem Jahr 2024 glaube ich - noch erhältlich? Dann würde ich es vielleicht gerne mal aufblättern.
Weiterhin alles Gute und Zuversicht für das noch junge und schon mit traurigen Ereignissen geprägtes Jahr.
Urs H. Aerni