Kritik

Parallelen?

Eher zufällig in der Zeitung gelesen, aber als passend empfunden, das Gefundene zu interpretieren.

Unser Mann schreibt, er sehe den anderen als die «abstossendste Figur, auf die je das Licht der Geschichte fiel». Der sei ein «kümmerlicher Erzschwindler, krankhaft verlogen, widerwärtig, schäbig, idiotisch obszön». Ihm gelte der als «hohle Null» und er sei von «intellektuellem und moralischem Minderwert».

Der Schreiber hat auch nicht gezögert, Begriffe wie «Gesindel», «Schmierentruppe» oder «apokalyptische Lausbuben» zu verwenden. Und das Grundmuster ihrer Ideologie bestehe aus «Gewalt und Niedertracht».

Zum Vergleich zieht er dann auch noch König Midas heran; ja genau der aus der griechischen Sage, dem alles, was er berührte, zu Gold wurde. Der andere hingegen mache aus allem, was er berühre, nur Dreck.

Hinzu kämen «blöde Überheblichkeit, rasender Dünkel, Hass, Gewalt und Unsinn.» Und auf der Basis «vollendeter Niedertracht» wolle er eine «Neue Ordnung» in Europa bauen.

Wer aber hat so geschrieben und am Radio auf Langwelle so gesprochen? Sie haben’s längst gemerkt. Das war der sonst so apolitische Thomas Mann, der Adolf Hitler eins übers andere in den Senkel und in die Schandecke stellte.

Also dorthin, wo nicht nur dieser angebliche Führer (Verführer) hingehört. Und man ist dann unwillkürlich versucht zu fragen, ob da nicht eventuell Parallelen zu entdecken wären. Was meinen Sie? Wen würden Sie da vermuten? 


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