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Nie vergessen.

6. Juni 1944, D-Day, den wir auch heute noch nie ganz vergessen sollten. Und schon gar nicht im Kontext von dem, was uns aus dem Osten an Lügen, Gewalt und Irrwitz präsentiert wird.

So etwa, wenn der hölzerne Aussenminister Sergei Lawrow behauptet: «Die Nachkommen von Napoleon und Hitler wollen gemeinsam mit den Angelsachsen wieder einmal eine strategische Niederlage für unser Land herbeiführen, es zerstören, es ihren streng eigennützigen hegemonialen Interessen unterwerfen.»

Der tut ja so, als hätte der reiche Westen nichts Bessere zu tun, als das summarisch gesehen graue, arme wie armselige und systemisch rückständige russische Ödland zu okkupieren, um im Kreml Tee  trinken oder in Wladiwostok eine Wodkafabrik  übernehmen zu können. Was bilden die sich überhaupt ein in ihrem allrussischen Grössenwahn? 

Denn in Moskau schreiben gegenwärtig ein Mann und seine Vasallen notorisch die Geschichte um, indem sie 2024 mit 1941 ff. vertauschen. Damals kämpfte man als Alliierte gegen das Böse im 13-jährigen Grossdeutschen Reich. Heute ist man jenseits der Ukraine selber das Böse mit seinen «streng eigennützigen hegemonialen Interessen».

Gleichzeitig wird dann auch gerne vergessen, dass die UdSSR damals im Rahmen des Lend-Lease Act (Leih-und Pachtgesetz) ohne die von den USA gelieferten 7'172 Panzer, ohne die über 400'000 Lastwagen und das andere Kriegsgerät die Offensive gegen die Wehrmacht eher nicht hätte erfolgreich in Berlin abschliessen können. Ganz zu schweigen von der Entlastung durch die zweite Front in der Normandie, die vor 80 Jahren am D-Day eröffnet wurde.

Und ist eine Nation, die den Aggressions-Krieg heiligspricht, früher oder später nicht doch dem Untergang geweiht? Das weiss doch jeder, der ab und zu einen Geschichtswälzer öffnet und sogar darin liest. Muss man da noch Namen auflisten?

Zitatquelle: Anna Schor-Tschudnowskaja in der NZZ vom 3. Juni 2024.


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