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Von Ostern befreit

Befreit? Warum? Genauer bitte. Nämlich einen Osterartikel schreiben zu müssen. Das hat mir heuer eine andere Person abgenommen; ein Herr v. Crasswitz. Ist eine lohnende Lektüre, wenn auch sehr polemisch.

Sie finden den Text, wenn Sie auf die GÄSTESEITE klicken. Selber werde ich über die Schoggiosterhasen- und die bunten Ostereier-Orgien in den Kaufhäusern nichts mehr schreiben. Ist längst abgenudelt. Aber wie wär's mit ein paar ausgewogenen und hoffentlich geistreichen Frauen- und Männerwitzen, sozusagen als zweiten Schub? Bitte sehr:

Sie: Das Auto ist kaputt. Es hat Wasser im Vergaser.
Er: Wasser im Vergaser? Das ist doch lächerlich.
Sie: Ich sag dir: Das Auto hat Wasser im Vergaser.
Er: Du weißt doch nicht mal, was ein Vergaser ist! Ich werde das mal überprüfen. Wo ist das Auto?
Sie: Im Pool.

Ein elegantes, junges Paar speist im Nobelrestaurant. Da tritt der Chefkellner an den Tisch und wendet sich dezent an die Dame: «Ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass Ihr Gemahl soeben unter den Tisch gerutscht ist?» — «Da sind Sie einem Denkfehler erlegen, Herr Ober, mein Gemahl ist nämlich soeben zur Tür hereingekommen.»

Was ist der Unterschied zwischen einem Diplomaten und einer Dame? Wenn ein Diplomat «Ja» sagt, meint er «Vielleicht». Wenn er »Vielleicht» sagt, meint er »Nein», und wenn er »Nein» sagt, ist er kein Diplomat. Wenn eine Dame »Nein» sagt, meint sie »Vielleicht», wenn sie »Vielleicht» sagt, meint sie »Ja» und wenn sie »Ja» sagt, ist sie keine Dame.

Warum ist es eine schlechte Idee, Siri danach zu fragen, was Frauen wirklich wollen? Weil sie schon seit zwei Tagen ununterbrochen redet.

Sagt der Ehemann zur Blumenverkäuferin: «Einhundert Rosen, bitte.» Sie: «Mein Gott, was haben Sie denn angestellt?»


Aus aktuellem Anlass noch drei Osterwitze
Die Religionslehrerin fragt: «Na, wer war denn Ostern in der Kirche – und wie hat es Euch gefallen?» Darauf Fritz: «O, stinklangweilig, der Pfarrer hat viel zu lang gepredigt.» Theo: «Die Musik ist echt nicht meine.» Dann Julia: «Ich fand es ganz toll. Die Leute haben ständig gesungen: Hallo Julia, Hallo Julia, Hallo Julia.»

«Würden die Christen erlöster aussehen, würden auch mehr an die Erlösung glauben», sagt Nietzsche. Ein Prediglehrer erklärte den angehenden Predigern: «Wenn Ihr an Ostern vom Himmel predigt, lasst Euer Gesicht strahlen. Wenn Ihr von der Hölle predigt, da genügt Euer normales Aussehen.»

Ein Priester denk so für sich: Ich wünsche mir, dass in meinem Gottesdienst mal ein Wunder geschieht. Dann würden endlich alle glauben. Und dann passiert es ausgerechnet an Ostern. Eine Dame ruft gegen Schluss: «Herr Pfarrer, ich kann wieder laufen!» Der Pfarrer fällt auf die Knie, lobt Gott und fragt: «Wie ist das geschehen?» Und die Dame antwortet: «Sie haben so lange gepredigt, jetzt ist der Bus weg.»


Kommentare (1)

Pirmin Meier am 30.03.2024 10:27

Die Foto erinnert an das versenkte Auto in Hitchcocks einzigartigem Horror-Film Psycho, Szene bei Youtube noch abrufbar:

https://www.youtube.com/watch?v=iPt2PNpjOq4

Die Osterwitze bewegen sich in der bedeutendsten paraliturgischen Tradition der katholischen Kirche, dem Osterlachen, gegen welchen unbiblischen Brauch der Basler Reformator eine Art Dissertation geschrieben hat. Auch der sonst vielfach lustige Luther predigte dagegen an. Das Osterlachen bedeutete brauchtümlich, dass der katholische Prediger jeweils an Ostern, im Anschluss an die durch Fastenzeit unterbrochene Zeit der Heiterkeit, jeweils eine witzige Bemerkung in die Predigt einflocht, bei der nicht ungern ein biblisches Motiv parodiert wurde. Dabei machten noch Kirchenväter und Oekolampad darauf aufmerksam, dass Jesus angeblich nie gelacht habe.

Unter den humoraffinen Humanisten, die in der Schweiz und dem benachbarten Raum wirkten, sind der Elsässer Sebastian Brant ("Das Narrenschiff") sowie vor allem Erasmus von Rotterdam und der aus Mollis GL stammende geistvolle Glarean zu nennen. Auch Zwingli war keineswegs schlechthin humorlos.Die grössten Humormeister waren freilich katholisch, so Boccaccio und Thomas Morus. Die Lessing zugeschriebene Geschichte von den drei Ringen geht auf Boccaccios Zehntagebuch zurück, so wie auch die Geschichte vom Pariser Juden, der sich erstaunlicherweise nach einer Geschäftsreise nach Rom bekehrte: "Eine Kirche, die geführt wird wie die in Rom, und nach mehr als 1 300 Jahren trotzdem noch weiterbesteht, kann dies nur allein dem Willen Gottes verdanken."

Im Zusammenhang mit der oben wieder verlästerten Hölle bleibt daran erinnert, dass zumindest nach Dante, die ersten 33 Gesänge seiner "Komödie", dieselbe in ihrem Unterhaltungswert am höchsten geblieben ist, der bestgelesene Teil des Meisterwerks der italienischen Literatur. Enthält auch am meisten satirische Passagen, auch entsprechende fasnachtsreife Charakteristiken von Städten und Landschaften, so die Heimatstadt des Papstes Johannes XXII., der Meister Eckhart verurteilt hat, Cahors, Südfrankreich, als Hochburg der Homosexuellen, was dort unterdessen bereits touristisch vermarktet wird. Es bleibt dabei, dass Homosexualität , schon bei Römern und Griechen, satirefähig ist; wobei geistig gesunde Homosexuelle, so wie mittelglückliche Ehemänner in der Art von Fontane Witze über sich selber vertragen sollten, am besten gleich ebenfalls solche erzählen. Auch Frauenwitze müssen nicht automatisch diskriminierend sein.

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