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14. Februar 2024

Emanuel hat ihn am 1. Oktober, Verena am 1. September. Und Valentin? Am 14. Februar, dem einzigen Namenstag, der so etwas wie ein Feiertag sein soll, primär in Amerika, und wie vieles von dort, etwas kitschig und jetzt mehr und mehr auch bei uns.

Als Inhaber dieses Namens muss ich aber distanziert gestehen, dass es mit dem Feiern nicht weit her ist. Weder Blumen, Pralinées noch Grusskarten haben je den  Gabentisch überschwemmt.

Gemäss Legende soll diesem Sondertag ausgerechnet ein Bischof, der Heilige Valentin aus Rom, den Namen verpasst haben. Er sei der Schutzpatron der Liebenden. «Huch, Sommervögel!» Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom und habe Liebespaare nach christlichem Ritus getraut, obwohl Kaiser Claudius II. das verboten hatte. Offenbar ein mutiger Mann. Er könnte doch ein Vorbild sein.

Erzählt wird auch eine andere Legende, dass nämlich der Namenspatron Bischof Valentin von Terni mit jenem von Rom identisch sein könnte. Dieser soll jedenfalls heimlich Paare getraut haben, die aufgrund ihres Standes, ihrer Herkunft oder einer Fehde laut kaiserlicher Anordnung nicht heiraten durften. Der fromme Mann schenkte ihnen zur Eheschliessung Blumen aus seinem eigenen Garten.

Er soll Blumen sehr geliebt und begeistert gezüchtet haben. Als er noch Mönch war, habe er seine Blumen im Klostergarten gepflückt und sie an Vorübergehende verschenkt.

Der Namenstag wurde erstmals im 14. Jahrhundert mit der sogenannten romanti-schen Liebe assoziiert, obschon die Romantik eigentlich erst im 19. Jahrhundert so richtig aufgeblüht ist.

Energisch bestritten wird auch die Behauptung, dieser Tag sei eine Erfindung der Floristen und Kartenproduzenten, um ihren Umsatz zu steigern. Mag ja sein. Immerhin kann und sollte man sich der netten Bitte «Be My Valentin(e)» trotz Sentimentalitäts-Verdacht nicht ganz entziehen. 

Gerne lese ich auch, was man über den Vornamen Valentin (lat. Valentinus) verbreitet. Er leite sich vom lateinischen «valere» ab, was soviel wie (Obacht!) «gesund, stark und kräftig sein» oder «Einfluss haben» bedeute. Folglich darf der Name für «der Starke» oder «der Einflussreiche» stehen, aber auch als Illusionspflege verstanden werden.

(Quelle: Wikipedia)


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