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Depeschen-Bulletin Nr. 228a
The Next Generation? Mit Nachschlag.

Was ich denn von den hyperaktiven Angehörigen der gegenwärtig «Letzten Generation» halte, wurde ich gefragt. Nach wie vor lakonische Antwort: «Nichts!» Das gilt auch für WOKE. Das ist für mich allenfalls eine Pfanne ohne E.

Ich glaube nicht, dass sich das Klima von ein paar erethischen Irrläufern und UHU-Klebstoff-Dilettanten beeindrucken oder gar verbessern lässt. Und auch nicht von dieser Savona-rola-Mentalität und dem SA-Unmässigen, diesem Pseudo-Agitprop-Abgekupferten. Die befremden genauso, wie eben alle Fundamentalismen, die den Lebensrealitäten ohnehin nie gerecht werden.

Würde ich allerdings diesem Syndikat der Weltretter angehören wollen, dann hätte ich schon noch ein paar Ideen, welche umzusetzen wären. So würde ich für die Handyzombies auf den Perrons, auf den Zebrastreifen und auf den Trottoirs, oder wenn sie gerade mal mitten auf den Strassen herumirrlichtern, mittels eines Spezialgerätes gerne ihren Smartphones einen unschuldigen Stromstoss verpassen, der ihre Inhaber wieder in die analoge, sprich reale Welt zurückbrächte.

Noch lieber würde ich die hyperaktiven, handyversklavten Schreihälse und Klatsch-köpfe in den Zügen mit einem massiven Störsender daran erinnern, dass es ein Privatleben gibt, das niemanden interessieren will und muss.

Ist es denn nicht Nötigung und in einzelnen Fällen Notzucht, wenn jemand ins Abteil brüllt, dass er in zehn Minuten nach Hause komme und sie sich mit dem Prosecco und denn Häppchen bereithalten solle? Wofür auch noch, wollen wir uns gar nicht erst vorstellen müssen.

Aber zurück zur «letzten Generation», also zu den selbsternannten Gralshütern des demnächst kollabierenden Klimas. Die schrecken offenbar auch vor dem Aller-letzten, nämlich vor Gewalt nicht zurück. Da agieren sie dann in ihrer selbstgerecht zusammengebastelten Aura eines Kollektivwahns gegen Kunst und Kultur, und dies mit Mitteln, die den Zweck entheiligen.

Und säuseln dann was von Armageddon und Infarkt des Klimas in die Mikrofone der Medien, die sich wie die Fliegen auf jeden frischen Misthaufen setzen. Hauptsache, die Spalten und die Sendeminuten sind gefüllt und werden tausendfach angeklickt.

Und noch etwas. Dem allen entweicht ein Mief, der früher von braunen Hemden ausging, ein Ruch der Bösen Tat, aber auch der sanftern Geruch von kompletter Sinnlosigkeit.

So scheint auch das nun mal zu sein, strafbar und dumm. Und das gilt auch für die eintagsflüggen Wokisten.

Zu Abschluss bitte noch etwas Poesie:
Ist die Birne leer,
Hilft das Handy sehr.
Doch ist auch dieses aus.
Beginnt erst recht der Graus.



Kommentare (2)

Werner Keller am 14.11.2022 14:51

Passt eben nicht. Da outet sich für mich mit seinem unbedarften Muskbashing doch eher ungewollt der eintagsflügge Wokist.

Ueli Keller am 14.11.2022 12:16

Passt. - Habe letzte Woche in einem Leserbrief gefragt: Twittern Sie noch, oder leben Sie schon? Und dazu gemeint: Wer twittert, ist Teil einer Welt mit einer Justiz und einer Wirtschaft, die durch eine kollektiv organisierte Verantwortungslosigkeit geprägt sind. Wo beispielsweise ein schwer reicher Elton Musk machtkrank tun oder lassen kann, was und wie er es will: als Symptom für einen Wahnsinn und die daraus abgeleitete Unmenschlichkeit, Naturwidrigkeit und Sinnlosigkeit.

Lea Grossmann zum Thema "Woke"

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Hier noch ein nahrhaftes Supplement von der Kolumnistin Lea Grossmann, erschienen im General-Anzeiger der Region Brugg und in der Rundschau Nord und Süd, Aargau Ost.

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EISENBAHN-NOSTALGIE

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