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Depeschen-Bulletin Nr. 227
«Mon Dieu!»

«Mon Dieu, was haben doch die Leute für Probleme?», sagte vor ein paar Tagen Madame H. zwar nicht kopfschüttelnd - ein Dame tut das nicht - aber deutlich indigniert.

«Und was die immer zu schimpfen haben!» Da hätte doch eine Bank ihre Sicher-heitsstandards erhöht - Lob, Preis und Dank sei ihr ausgesprochen - und dafür gesorgt, dass niemand, aber auch gar niemand mehr sich in unsere wohlgehüteten Konti hineinhacken könne, was doch ein Grund mehr wäre, statt herumzumurren, ein Dankesschreiben zu verfassen. Ich nickte Beifall.

Dann wieder sie: «Mais non, was wird da jetzt in Presse und Rundfunk rouspetiert?» Man sei nicht gewillt, deswegen ein Handy neuster Generation anzuschaffen. Und für 55 Franken eines dieser photo Tan-Gerät zu besorgen, käme schon gar nicht in Frage.

«Ich würde das Photo-Dings kaufen», sagte mir noch die über 80 Jahre alte Madame H. und fügte dann lächelnd bei: «Muss ich aber nicht, ich habe seit ein paar Tagen ein iPhone 14. Der Pushtan funktioniert tadellos. So heisst das doch, oder? Lieber etwas investieren, als alles zu verlieren, n'est-ce pas?» 

Schwierig, schwierig. Man versteht beide Seiten, sowohl Kunde wie Bank. Mein Favorit heist allerdings Sicherheit. Und die kostet nun mal; und offenbar immer mehr, weil es gendergerecht böse Buben und Mädchen gibt, die uns ans Portemonnaie wollen; und der Geldbeutel ist schliesslich bei uns immer noch ein Heiligtum.



In eigener Sache

Bulletin 227 301022

Am 14. Februar 2022 hat die AZ-Redaktorin Maja Reznicek eine kompetente Vorschau mit Hinweisen auf den Inhalt des achten Buches verfasst.

Zudem ist am 13. Oktober 2022 ein umfassendes Inteview von Annegret Ruoff im General-Anzeiger erschienen, das vor allem auch die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe dieses achten Buches auslotet.

Weitere mündliche und schriftliche, teilweise auch kritische Kommentare finden Sie in der erwähnten Rubrik Kommentare und Rezensionen.

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