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Depeschen-Bulletin Nr. 221
Die ersten Nebel.

Nun ist es offensichtlich: Mit den ersten Nebeln und dem Depeschen-Bulletin Nr. 221 wird dem Sommerdösen eine Ende verpasst.

Trotz nebulösen Umständen haben in diesem Bulletin gelbe Karten jene Personen zu sehen bekommen, die Sigmund Freud partiell mit dem nicht eben netten Prädkat «Gesindel» etikettiert hat; nachzulesen unter SOMMERTAGEBUCH.

Und vom Stapel Roter Karten hätten etliche verwendet werden können, die sicher wirksam gewesen wären, wenn sich die Empfänger an die Spielregeln gehalten hätten. Das tun sie aber notorisch nicht. Im Gegenteil. Sie halten sich weder an Abmachung noch an Satzung.

Zu ihnen darf man sicher die autokratischen Staats- oder Ministerpräsidenten der Russischen Föderation, der Volksrepublik China, der «Demokratischen» Volksrepublik Korea (Nordkorea), die Mullahs Irans, die Taliban und den Grosspascha der Türkei zählen.

Und man ist versucht, die Liste mit dem Gulasch-Chefkoch von Ungarn zu ergänzen, der sich aufbläst, als wäre er der neue Kaiser der Donau-Doppel-Monarchie.

Dem heissen Wetter eine Rote Karte vor die wolkenlose Nase zu halten, war allerdings etwas so sinnvoll gewesen, wie einem Veganer die Wonnen einer Blutwurst oder einem Despoten die Grundregeln demokratischen Regierens beizubringen. Denn das Wetter bessert sich, dies im Gegensatz zu den Diktatoren so mancher Scheinrepublik.

Was also bleibt uns anderes übrig, als dagegen anzuschreiben, auch wenn wir wissen, wie wenig Worte dort wirken, wo die bitteren Realitäten östlich von Polen Panzerdivisonen und Präzisionsartillerie empfehlen.


Kommentare (3)

Heinrich Kümmerle am 15.09.2022 14:37

Mit Sebastian Kurz hat die Donau-Doppel-Gulasch-Monarchie jüngst ihre Doppelspitze zumindest vorübergehend verloren. Dafür laufen sich gerade die Bayern warm, die dafür sogar den Silvio Berlusconi von der Ersatzbank holen. Damit ist sichergestellt, dass das Spiel munter weitergeht -- weitere rote Karten werden sicherlich folgen.

Dr. Canisius Mertens am 14.09.2022 08:58

Mag sein, was ich für die Fussball- und andere Szenen nicht bedauern würde. Zudem: Kein Spiel ohne Spielregeln; siehe Strassenverkehr und Bussen.

Björn Walter am 13.09.2022 23:03

Bitte immer dran denken: Sobald man nur noch rote Karten verteilt, rollt man keinen Ball nirgends mehr hin. Und ohne Ball im Spiel, benötigt man niemanden mehr, der rote Karten verteilt.

«Frau Becker macht auf Berserker»

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Eigentlich hat der Vorfall mit rationaler Politik nichts zu schaffen, sondern weit eher mit bescheidenen Umgangsformen, wenn die grüne Einwohnerrätin Vera Becker von Brugg, sich vom Strassenjargon juveniler Provenienz hinreissen lässt und die SVP mit dem Vierbuch-stabenwort traktiert. Hier geht's zum Artikel

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