Querbeet

Von Papers zu Papers
Von Welle zu Welle

Papers haben Konjunktur: Wie etwa die Panama- und Pandora-Papers über Offshore- und Briefkasten-Installateure. Und vielleicht wird schon bald mit Djokovic-Papers («Novax Djocovid» gemäss Patti Basler) aufgewartet, dann über Egozentrismus und die Überheblichkeiten von vereinzelten Tennisball-Prüglern.

Oder wie wär’s mit den «Keller-Papers»? Welcher Keller, bitte? Peter Keller, der Generalsekretär der SVP. Ach so, der. Ja genau der. Aber warum auch noch Papers über ihn? Der hat doch nichts angestellt. Nein, hat er meines Wissens nicht. Aber sich untalentiert angestellt, das schon.

Der hat doch tatsächlich behauptet, man habe als Folge der Pandemiemassnahmen «der Jugend zwei Jahre ihres Lebens gestohlen». Wie das denn? Kann man Jahre überhaupt stehlen? Wie einen Schokoriegel im Coopmigrosaldilandispar? Oder etwa so, wie die Keller-Papers mit ihren Thesen uns die Zeit stehlen.

Und was um alles in der Welt soll man den sogenannten Jungen gestohlen haben? Die Gelegenheiten herumzualbern, sich weiterzubilden, Spass zu haben, herumzu-saufen, ein Buch zu lesen, sich zu prügeln, herumzureisen von Thailand bis zu den Seychellen, mal etwas für die Allgemeinheit zu tun, zu vandalieren, zu v … ? Sie wissen schon.

Also jetzt lassen wir mal das pauschalisierende Gelaber, dieses Pars pro toto-Geschwätz von «beispielloser Bevormundung durch die Behörden, welche die Gewissheit, in einer freiheitlichen Gesellschaft zu leben, erschüttert hat.»

Bevormundung? Als wären das Maulhaltebefehle gewesen. Im Gegenteil: Die Newspapers waren teilweise angefüllt mit mehr oder weniger gelungenem und teilweise mauligem und widersprüchlichem Journalismus.

Als Antithese zitiere ich gerne und ausnahmeweise einen Kolumnisten der näheren Umgebung. Er schreibt:  «Die Schweizerinnen und Schweizer erweisen sich als wetterfest, als trotzig, als immun gegen viralen Populismus von links und rechts. In einer Krise sind das gute Eigenschaften. Man hält durch.»

Das ist dann auch meine Empfehlung an Jung und Alt. Und «Pandemie-Papers» brauchen wir auch nicht. Bis jetzt haben wir noch jeder Welle widerstanden. Sogar den «Monsterwellen» des BLICK.


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