Region Brugg

Stadtratswahlen in Brugg
Deutlicher geht's nicht mehr

Das war's also. Das Aarekind bleibt Frau Stadtammann. Kein Sesselwechsel im Chef-Bureau. Das ist gut so. Hab's im Stillen unterstützt und vor Zeugen so prognostiziert. In der Tat ein hervorragendes Resultat und eine robuste Bestätigung.

Nun ist aber zum zweiten Mal ein Stadtammann-Konkurrent gescheitert. Und zwar mit einer Differenz, die Aufsehen erregt, und die man niemandem gönnt. Vielleicht hat Reto Wettstein, wenn nicht zu dick, so doch zu dicht aufgetragen. Bilderflut tut selten gut. Und zu viel Showbiz und Radiogetöse auch nicht. Nun wird er seine Rolle überdenken können; und mit ihm seine Partei.

Die ausgezeichete Wiederwahl von Vizeammann Leo Geissmann wird für ihn eine tiefe Genugtuung und zugleich Ansporn sein. Und dass sein Parteikollege Jürg Baur als quirliger Gassenarbeiter wieder gewählt wurde, überrascht kaum jemanden.

Nicht erfüllt haben sich die Hoffnungen der SP, der eigentlich ein Sitz im Stadtrat gemessen an der Wählerstärke zustünde. Warum die Kandidatin nicht überzeugen konnte, weiss ich nicht. Ich kenne sie zu wenig. Zu bedauern ist das allemal, wenn man bedenkt, dass wir zu meiner Zeit zwei Mitglieder im Stadtrat hatten, von denen einer auch Vizeammann war. Im Einwohnerrat waren wir fünfzehn.

Das Wort Shootingstar liegt mir in der Regel fern. Aber Roger Brogli ist nun mal einer. Ich habe ihm vor Tagen persönlich intakte Wahlchancen attestiert. Dass er sie jetzt mit einem guten Resultat wahrgenommen hat, versetzt mich nicht in Erstaunen. Game set and match for Roger.

Alsdann: Herzliche Gratulation an die Gewählten und guten Mut für jene, die's dieses Mal nicht geschafft haben. Nächstes Mal dann in vier Jahren.


Kommentare (1)

Beat Schirmer am 27.09.2021 16:29

Manöver von FDP und Reto Wettstein: ausser Spesen nichts gewesen. Oder doch? Die FDP und ihr Stadtammannkandidat haben nun die Gewissheit, dass ihre Politik in Brugg keine Mehrheit der Wählenden findet, zumindest nicht bei der Stadtammannwahl.

Gender*Ei in Brugg

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Dieses hat die SP-Fraktion mit einem Postulat gelegt, das eine gendergerechte Sprachregelung für alle Funktionen in Behörden und Verwaltung der Stadt Brugg intendiert. Dies, obschon sich ihre spachtheoretischen Grundlagen jederzeit widerlegen liessen.

Hat diese sprachpolizeiliche Massnahme nun wirklich Priorität in der politischen Agenda? Wären dann also die anschwellenden Baugesuche, generell Bau- und Verkehrs-projekte, Umikens Schulraum-erfordernisse, die Entwäs-serungsplanung (GEP) und das Regenbecken nur Sekundär-Firlefanz? Oder der Veloweg Schinznach-Bad, die Brücken-projekte, die Umsetzung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) oder die Aufwertung der Hofstatt tertiärer Krempel? SP: QUO VADIS? Ins Königreich des Unwesentlichen?

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1959 kam er in die Kinos. Allerdings nicht in alle, denn der «Sittenfilm» von Kurt Früh wurde in sechs Kantonen verboten. Er hiess «Café Odeon» und galt als Melodrama aus dem Zürcher Milieu mit kritischem Ansatz. Er ist aus heutiger Optik eher harmlos in Schwarz-Weiss.
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