Region Brugg

«Oops, I did it again!»

Stadtratswahlen in Brugg. Bis gestern noch Parteiroutine mit den üblichen Spekulations-Parametern. Nun ist das Gefüge scheinbar durcheinander geraten. Denn ein altes «Neues Gesicht» hat sich zurückgemeldet.

Aus Büchern und Historie kennt man den kühnen Richard I. «Lionheart», den Bösewicht Richard III., den Literaturhistoriker Richard Moritz Meyer, den amerikanischen Autor Richard Yates mit «Revolutionary Road» (Zeiten des Aufruhrs); und es seien auch der Schauspieler Richard Gere und der Spätromantiker Richard Strauss nicht vergessen.

Sie fragen sich zu Recht, was haben die mit Brugg zu schaffen? In erster Linie gar nichts. In zweiter dann doch vielleicht etwas mit der Verheissung eines Romantitels von Richard Yates: «Eine strahlende Zukunft».

Denn die scheint nun mit der Stadtrats-Kandidatur eines Namensvetters der Obgenannten vollends in Brugg als Versprechen – doch nicht als Versprecher, ich bitte sie – endlich Erlösung zu bringen. Und angeblich auch Befreiung von einem gegenwärtigen Gesamtstadtrat, der laut Wahlaspirant «kaum Führungserfahrung hat, nicht teamfähig ist und keine Visionen hat».

Gut, das mit den Visionen ist so eine Sache. Wer sie hat, sollte vielleicht doch einmal den Hausarzt konsultieren.

Nun wie und was auch immer, unser Kandidat hat es uns und sich, wie vor vier Jahren, schon wieder angetan. Bitte, fragen Sie nicht warum. Die intergal(l)ak-tischen Wege dieses Herrn sind unergründlich und enden aller Voraussicht nach in einer Sackgasse, eventuell auch wieder auf dem Bundesplatz.

Und nach wie vor schwöre ich auf die Devise von Friedrich II. oder Gen. Guisan: «Servier et disparaître!»


Kommentare (1)

Beat Schirmer am 11.05.2021 15:03

Frank und frei gesagt: eine Lachnummer. Neben den genannten Richards gibt es auch Little Richard, ein 2020 verstorbener amerikanischer Rock-’n’-Roll-Sänger, -Pianist und -Songwriter. Immerhin ist diesem mit dem selbst gewählten Vornamen nicht Grössenwahn vorzuwerfen.

Grand Café Odeon in Brugg

10. Dezember 2025

1959 kam er in die Kinos. Allerdings nicht in alle, denn der «Sittenfilm» von Kurt Früh wurde in sechs Kantonen verboten. Er hiess «Café Odeon» und galt als Melodrama aus dem Zürcher Milieu mit kritischem Ansatz. Er ist aus heutiger Optik eher harmlos in Schwarz-Weiss.
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Klaustag

6. Dezember 2025

Da hat man tatsächlich nachgefragt, ob mir statt zum 4. auch zum 6. Dezember etwas einfalle, wenn möglich im Kontext zur Region Brugg und zum Thema Chlaus. War schwierig.
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ALEA IACTA EST.

4. Dezember 2025

Auch IACTA ALEA EST, je nach Quelle. Passt doch auch für Brugg. Obschon hier kein Rubicon überschritten wurde, sondern lediglich Exekutive und Legislative gefahrlos neu erkoren wurden.
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