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Mal grundsätzlich bitte!

Was tun Sie, wenn auch Sie freudlose Briefe ohne Absender und Unterschrift erhalten? Wegwerfen? Als Heizmaterial verwenden? Oder aufbewahren und auf Klärung hoffen?

Wieder einmal ist es geschehen. Der Schrift nach zu urteilen, zweimal die selbe schreibfreudig unerfreuliche Person. Über den Inhalt der Pasquille mag ich nicht urteilen. Der ist zu banal und enthält erst noch einen irrealen Diminutiv.

Zudem gilt es als unfein, anonyme Briefschreiber als «Scheisskerle, Feiglinge oder als Munkelköpfe» zu bezeichnen. Daher lassen wir es.

Auch wenn man Anlass genug hätte, den Blackmailer und Wiederholungstäter – oder ist’s eine Täterin? – als solche zu bezeichnen. Die angesagteste Reaktion wäre «Nicht einmal ignorieren, gar nicht erst hinsehen.» Also abtischen, wegwischen, saubermachen?

Einfach schweigen geht aber auch nicht. Und mit dem flotten Spruch, Blackmail gehört in den Abfalleimer zusammen mit dem Verfasser, ist das Ärgernis bloss partiell beseitigt. Denn das ungute Gefühl bleibt, dass hier jemand klammheimlich seine masslose Unzufriedenheit zelebriert, die seiner Psyche final gesehen schaden wird.

Überdies könnten wir uns doch en passant fragen, was wohl in einem Kopf rumort, der sich irgendeinen Miniaturfrust aus seiner unterirdischen Maulwurfsperspektive von der Seele reden muss, ohne diese und damit sich zu erkennen geben?

Nun gut. Man kann den Vorgang zum Anlass nehmen, generell die Versteckspiele hinter Fantasienamen in den Medien-Kommentar-Spalten und die unsäglichen und namenlosen Elaborate als das zu beurteilen, was sie sind: Eine Bankrotterklärung einer Person ohne Selbstachtung.


Neue Rubriken, neue Ikons

Next 87 nov 20

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