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Schweizer Post-Sexismus und
feministische Inquisition in Bern

Schockierend, schrecklich und schauderhaft sollen angeblich diese Ansichts-karten sein, die man bis vor kurzem noch in den Filialen der nationalen Post erwerben konnte.

Ihnen wird vorgeworfen, dass sie es auf Geschlechterklischees abgesehen haben. Aber ja, das versteht sich doch von selbst. Klischees zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer halbwahr und folglich zu vernachlässigen sind. Sie seien bloss lustig gemeint. Ja, was denn sonst? Als Aufklärungsunterricht oder Soziologieabriss für Anfänger?

Frei nach Goethe gilt statt «Übers Niederträchtige»:
«Übers Lustige
Niemand sich beklage;
Denn es ist das Mächtige,
Was man dir auch sage.»

Einer Frau Dr. Fabienne Amlinger gefällt das gar nicht. Gut, sie kann nicht anders. Als Unter-Inquisitorin vom interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern (IZFG) steht sie in der Pflicht. Sie muss von Amtes wegen auf die Klischees hinweisen, die damit bedient würden, und uns daran erinnerten, dass diese aus der sexistischen Mottenkiste kämen. Die Redewendung allerdings auch.

Aber jetzt mal Klartext: Wie ist das jetzt? Gibt es nicht wirklich und wahrhaftig Frauen, die gerne zu Hause arbeiten, die faul, frech, unreif, schlampig, unzuverlässig aber lustig sind, und die gerne shoppen, telefonieren und lästern? Doch, kommt vor. Na und? Dann sind sie es halt. Ich muss ja nicht mit ihnen telefonieren. Mal ehrlich, Kameraden: Ich würde ganz gerne mal mit einigen von denen um die Häuser ziehen. Ist sicher lustiger als im IZFG.

Und was ist denn jetzt mit den Männern? Da gibt es doch auch welche, die gerne zu Hause arbeiten, die stinkfaul, grobschlächtig, ungewaschen, nachlässig und auch nicht besonders lustig sind, die nur shoppen, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt, nur dann telefonieren, wenn sie ein schlechtes Gewissen haben und auch fluchen, dass selbst dem Teufel die Schamesröte ins Gesicht steigen würde, wenn dieses nicht schon rot wäre.

Hiezu gleich noch den passenden Witz: Fragt ein Junggeselle den anderen: «Du, meine Socken sind zerbrochen, kannst du mir helfen?» - «Klar, nimm solange meine, die stehen unter dem Bett.»

Jetzt noch eine weitere Frage: G
ibt es für die Sorte Männer  auch ein interdiszi-plinäres Zentrum für maskuline Depravation (IZMD)? Nicht dass ich wüsste; und wozu auch? Nützt ja doch nichts.

Diese Karten da oben haben eigentlich nur einen Fehler. Sie stehen für «pars pro toto», so wie blindwütig dogmatischer Feminismus oder glühend durchgebrannter Maskulinismus für die modernen Varianten der Inquisition stehen.


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«Schattenwelten»: Durchzogene Reaktionen unterschiedlicher Schärfe

19. Mai 2019

Fasst man die Kommentare zusammen, dann lassen sich zwei Meinungsstränge ermitteln.

Das fünfte Buch erfreut die Leserinnen weniger als die Leser. Da ist die Rede von «respektlosem Frauenbild», von «unrealistischen Inhalten» und von «echt machohaft» und auch «ziemlich ätzend» .

Aber als Kontrast dann auch: «Scharf gezeichnete Figuren und Ereignisse», auch «stilistisch genussvolle fantasievolle Sprache auf hohem Niveau», von einem «ausgesprochen originellen und wortgewaltigen Zeitgenossen». Das seien ganz sicher keine «homöopathisch verabreichte Miniaturen für die Sensibelchen der Nation».

Mit diesen fragmentarischen Hinweisen schliesse ich die Kommentarspalten. Wer sich ein genaueres und eigenes Bild machen will, kann ja immer noch das Buch lesen. Es will und soll Debatten eröffnen. Was denn sonst? Und das nicht nur aus Gründen der Demokratiepflege.

Noch dies: In der rechten Spalte finden Sie einen Zugang zu einem zielführenden und klärenden Interview von Stefan Haller im General-Anzeiger Brugg und ein Portrait in der AZ von 2014.

Fehlen darf auch nicht eine Kurzbiographie.
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Homepage www.valentin-trentin.ch

19. Mai 2019

Das stimmt nicht ganz. Denn die Seite PUBLIKATIONEN wird weiterhin bedient. Sie finden dort alle Rezensionen, Kommentare und Interviews zum neuen Buch «Schattenwelten», manchmal auch Hinweise auf andere Publikationen.
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