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Wo alles begonnen hat.
Pro memoria noch mal!

Aus aktuellem Anlass. Er hatte am 14. Oktober Geburtstag. Gratuliere nach wie vor, Mann. Und ziemlich genau vor einem Jahr habe ich diese Person an dieser Stelle erwähnt, die auch jetzt noch durch eine besondere Art von Humor und Wortwitz auffällt, und die mit dem Ruhestand liebäugelt, was eigentlich niemand so richtig glauben will. Hier nun noch einmal ein kleines Wiegenfest-Vorprogramm.

Damals hatte ich geschrieben, seine Kolumnen wären besser als seine Bühnen-Programme. Die seien, also manchmal ... . Komm, lassen wir das. Reden wir vom Kolumnisten. Na, wer ist es?

Es sind auch nicht die Wortspiele wie «Stille mich, du Fröhliche», oder «Vom Barack ins Weisse Haus», die restlos faszinieren und uns vor Lachen unter den Tisch schleudern.

Nein, es ist primär der Kolumnist, der mundblattlos Unverfrorenes anbietet, wenn er zum Beispiel die Rhetorik von Herrn Schneider-Ammann mit «Betreutem Regieren» vergleicht.

Oder wenn er vom Mann in Washington schreibt. Der sei «Horrorclown auf den Thron der Verunreinigten Staaten und Möchtegern-Sonnenkönig mit Politik-Tourette».

Die IS-Mörderbanden sind für ihn «Totalversager, welche für 72 Jungfrauen mordbrennen, von denen nicht mal definiert ist, wie alt sie sind.» Es gäbe schliesslich auch 70jährige Jungfrauen.

Oder was halten Sie von dieser Sequenz? «Gestern habe ich einen betrunkenen Moslem gesehen, da dachte ich so bei mir: Der nimmt es aber sehr ernst mit der Integration!»

Und über den schneidigen Bundesrat schreibt er: «Natürlich muss ein Bundesrat nicht unbedingt gut aussehen, aber wenn er mir etwas erklärt, wäre ich froh, wenn er sich klar ausdrücken kann und ich nicht aus seinem Geschwurbel selber erraten muss, was er mir sagen möchte. Dafür gibt es sogar sehr günstige Migros-Kurse.»

Überhaupt das Spassobkjekt Bundesräte. «Leuenberger war ja auch so ein Beispiel, er gab einem immer das Gefühl, das "Bundesrat-Sein" tue ein bisschen weh. Seine Mitteilungen bekamen durch sein leicht schmerzverzerrtes Gesicht immer eine gewisse Dramatik.»

Da sei der Ogi schon eher das Gegenteil gewesen. «Der konnte mit einem jämmerlich dürftig aussehenden Tannenbäumchen vor einem Tunnel im Schnee stehen und einen aufmunternden Appell an die Bevölkerung vom Stapel lassen. Und auch wenn Dölf verkündet hätte: "Liebe Schweizer, in zwei Wochen gibt es kein Trinkwasser mehr auf der Welt!" – man hätte es nicht so tragisch gefunden und gedacht: "Nun denn, trinken wir halt Rivella".»

Oder schon etwas heikler: «Darf man die Frage stellen: Gehört der Flüchtlingsstrom auch zu den Alternativ-Energien? Oder ist man dann schon ein Rassist?» Nein, ist man natürlich nicht, und man darf.

Lieber mal betrunken als geistig auf dem Trockenen. Das ist meine Devise. Dann aber nicht in den Jaguar steigen und auch noch selber fahren wollen. Das nicht. Schon klar.

Kommentare (1)

Ernst Bannwart am 16.10.2018 10:13

Wir alle warten ja eigentlich nur noch auf das Im-Peach-Ment - oder trumpiere ich mich mal wieder?

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