Home

Philosophisches Denken:
«Feuer in Papiertüten transportieren.»

Da mir auch jetzt noch nichts Relevantes einfällt - soll ja vorkommen - möchte ich Sie gerne mit ein paar Zitaten aus einem NZZ Artikel (05.10.18) von Kulturchef René Scheu amüsieren, der Peter Sloterdijk neustes Buch, «Neue Zeilen und Tage», kompetent wie immer besprochen und ein paar «Aperçus» übernommen hat.

Bitte sehr:
Kein Tag des irdischen Lebens kann so trist sein, dass er nicht wenigstens ein kleines sprachliches Feuerwerk hergäbe.

Wer ist Angela Merkel? «Die grosse Mutter der Entpolitisierung.»

Was ist Politik? «Das Gesetz der permanenten Improvisation.»

Was ist der Staat? «Die zentrale Agentur zur Zusammenbruchs-Verzögerung.»

Was ist Europa? «Ein Festival von Pazifisten in einem Seniorenheim.»

Was ist Wirklichkeit? «Die Summe der Fluchten aus ihr.»

Und was, bitte schön, wäre eine angemessen Definition für das menschliche Leben, das wir leben, ohne es zu begreifen? «Leben ist üben. Wer nicht übt, ist tot.»

Was heisst denken? «Feuer in Papiertüten transportieren.» Philosophie als Pyrotechnik.

Kommentar:
Schon klar, nicht alle lieben die manchmal flappsige aber nie geistverlassene Art von Sloterdijk. Dennoch ist eines sicher: Begriffen haben auch wir Mitübenden das Leben nur in Ansätzen. Und was zum Teufel sollen diese unablässig pessimistischen Prognosen zu Klima und Wirtschaft? Man vergleiche sie doch bloss einmal mit den Phantasiegebilden und Ungetümen des 16. Jahrhunderts, was da alles vorausgesagt und zusammengeschwafelt wurde. Und dann stelle man sich vor, wie in 500 Jahren unsere Nachfahren unsere Geistesprodukte beurteilen werden: Als schieren Aberglauben und wissenschaftlichen Unsinn? Aber auch da gilt: Ich kann mich irren.


Kommentare (0)

Besuchen Sie bitte auch die Werbeseite.

img

Hier geht's direkt zu ihr und unter anderem direkt nach Venedig.

Weiter

Globales im Lokalen

img

Das Globale im Lokalen ent-decken Sie in der primär auf den Bezirk Brugg ausgerichteten, bisweilen auch dem Kanton Aargau zugewendeten Website. Klicken Sie einfach auf

Weiter

Friedfertige Besinnungspause im Advent

27. November 2018

Vier Lichter könnten uns sofort aufgehen. Ein erstes für etwas mehr Weisheit im Denken, ein zweites für mehr zivilcouragierte Stärke, ein drittes für etwas mehr Ästhetik im Umfeld und ein viertes schliesslich als Symbol der Hoffnung, Besseres voraussehen zu dürfen (meliora praesumo).

Was auch immer geschehen soll: Friedfertig und entspannend sei unsere Adventszeit. In Ordnung. Auch für Sie. Und man muss ja nicht immer reden ... oder schreiben.

Angesagt ist jetzt eine Besinnungspause, etwas mehr Stille und Konzentration auf Wesentlicheres als Politik und Wintermode. Habe wirklich noch Anderes zu tun. Fragen Sie nicht was. Doch: Abnehmen zum Beispiel. Obsolete Akten entsorgen. Oder endlich mal das Medizinschränkchen ausräumen.

Fazit: Im Dezember erscheinen keine Depeschen-Bulletins. Ab Januar 2019 dann aber schon; und das in bewährt griffiger Manier.
Weiterlesen

Fünftes Buch ist erschienen
und kann bestellt werden.

26. November 2018

Hier erfahren Sie mehr dazu.
Weiterlesen

«Die schaffen das!»

25. November 2018

Am Samstag, 17. November 2018: Grosseinsatz der aargauischen Kantonspolizei. 140 Beamte kontrollierten Fahrzeuge und Insassen. Fazit: 13 Verhaftungen auf dem Platz oder nach Flucht. Ist doch beachtlich. Angesichts der zwar sinkenden aber immer noch belastenden Einbruchszahlen sind solche Razzien doch sehr zu begrüssen. Warum nicht gleich jede Woche und zwar schweizweit? Ist aber vermutlich eine Budgetfrage und der Verfügbarkeit der Beamten für Sondereinsätze.
Weiterlesen