Ad Personam

Rätsel Nr. 8: «Wer ist es?

Ehret einheimisches Schaffen, auch wenn es in unserem Falle alles andere als «heimisch» wahrgenommen wurde. Dieses Mal suchen wir einen Schweizer Schriftsteller, der seit Dezennien nicht mehr unter uns weilt, aber dennoch in seinem Werk weiterlebt. Nein: Frisch, Dürrenmatt oder einer der teilweise zu Unrecht Hochgejubelten ist es nicht.

Auch heute noch wäre er kein Sympathie-Träger. Ein Kollege nannte ihn einen Nazi-Apostel. Und das war er auch.

Er wuchs bei seinen Grosseltern in Deutschland auf. Seinen ersten Roman veröffentlichte er anfangs 20. Jahrhundert.

Er arbeitete als Journalist für eine nationalsozialistische Wochenzeitung. In Deutschland wurde eine Strasse nach ihm benannt, allerdings nur bis 1945.

Dennoch wird sein Werk - gegen 30 Romane und Erzählungen - vom rein literarischen Standpunkt aus als durchaus vergleichbar und valabel mit anderen Grössen der helvetischen Literatur bezeichnet, was nicht in jedem Fall eine Qualifikation sein muss.


Lösungen wir immer direkt an info@valentin-trentin.ch

Bis jetzt sind zwei richtige Lösungen eingegangen. 


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Er war es.

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Sechs richtige Lösungen waren es dieses Mal. Es war sehr schwierig, eindeutig. Der Mann hiess Alfred de Vigny, 1797 bis 1863. Berühmt wurde er durch eines seiner Hauptwerke, dem Novellenzyklus: Servitude et grandeur militaires (Knecht-schaft und Größe des Militärs).

De Vigny trat 1814 als Sous-Lieutenant mit 17 Jahren der Armee von Louis XVIII bei. Er brachte es bis zum Lieutenant titulaire, was etwa einem Hauptmann entspricht.

Diese Erfahrungen haben sich in der Tat in seinen Werken niedergeschlagen, die stark von der zeitgemässen Romantik aber zugleich auch von erstaunlichem Realismus geprägt sind.

Zu seinen Œuvres zählen die nach wie vor lesbaren historischen Erzählungen wie Cinq-Mars, La Maréchale d'Ancre und Chatterton.