Satirikon

Neue Serie: Sind das Vorbilder?

Der Mensch braucht Vorbilder. Sagt man wenigstens. Bevor wir aber zu Vorbild Nr. 3 vordringen, dazwischen dieses Mal ein paar klerikale Witze als Satirebeitrag.

Vorab ein paar indezente:

Sagt ein katholischer Priester zu einem Kollegen: «Meinst du, wir erleben noch, wie das Zölibat abgeschafft wird?» Der andere darauf gelassen: «Wir nicht, aber vielleicht unsere Kinder.»

Zwei Pfarrer treffen sich, und der eine klagt: «Schlechte Zeiten, keine Hochzeiten, keine Bestattungen mehr.» - «Stimmt», meint der andere, «und wenn man nicht ab und zu unter die Leute ginge, gäbe es auch keine Taufen mehr.»

Ein junger Mann beichtet dem Pfarrer er habe gegeigt. Das sei keine Sünde, meint der Pfarrer. Ein zweiter Mann beichtet ebenfalls, er habe gegeigt. Und auch ein dritter und ein vierter. Alle entlässt der Seelsorger ohne Busse. Anschliessend beichtet ein junges Mädchen: «Ich habe mich geigen lassen!» Da stürmt der Seelsorger aus dem Beichtstuhl und brüllt: «Das ganze Streichorchester nochmals zurück zu mir!»

Und jetzt die theologisch philosophischen:

Philosoph und Pfarrer streiten. Was ist höher zu bewerten? Pfarrer: «Philosophie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist.» Darauf der Philosoph: «Theologie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen auch eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und plötzlich ruft: Ich hab sie!»

Kommt eine Jüdin in den Himmel und bekommt von Petrus eine Führung durch den Himmel. Vor einer hohen Mauer bleibt Petrus stehen und bedeutet der Jüdin, leise zu sein. «Warum?», fragt diese. Sagt Petrus: «Hinter der Mauer sind die Christinnen und die glauben, sie seien alleine hier!»


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Auch nicht gerade ein Vorbild.

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Darwin lässt grüssen: THE ORIGIN OF SPECIES BY MEANS OF NATURAL SELECTION.

Die Landwehr mobilisiert
Aufstand der Senioren

16. August 2019

Man müsse fast von «diskriminierender Stigmatisierung sprechen, wie die Wirtschaft und zum Teil die Gesellschaft mit dem Alter umgehen». Das verkündete eine Vertreterin des Schweizerischen Seniorenrats. Mit 65 Jahren verschwinde man besser von der Bildfläche, und wer das noch könne, weihe sich dem Konsum. Dagegen regen sich nun allerorten Widerstandsgruppen der Senioren. Zurecht?
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Influenza bei den Influencerinnen

10. Februar 2019

Und schon ist ein neuer Traumberuf aus dem faulen Zauberkasten der Marketing-Houdinis geschaffen worden: Der Influencer, also der Beeinflusser, Einflüsterer und Trendgestalter oder wie hier die leichtgewichtige Girli-Variante.

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Die «Schnorrer vom Dienst»
«Experten» im Dienst

15. Mai 2018

Also gegen Fidel Castros Brandreden kommen sie nicht an: Frau NR Humbel und Herr NR Flach. Und es ist auch etwas übertrieben und ungerecht, sie als «Schnorrer vom Dienst» zu apostrafieren. Sie dann auch noch mit Slampoeten zu vergleichen, ist insofern unangemessen, weil sie ihre Materie sachlich-trocken-umfassend-detailliert und nicht schillernd-pseudoeloquent vorzutragen gezwungen sind. Daher offenbar die rhetorischen Sonderleistungen, was Akribie und Überlänge betrifft.
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