Aphorismen

Dicke (Teil 1)

Ich geb's lieber gleich zu: Ein BMI von 26,1 ist kein Ideal, sondern schon eher ein Skandal. Und er beinhaltet Aufträge, nämlich abzunehmen und den Kampf gegen Fett und zu enge Hosen zumindest auch mit ein paar aphoristischen Weisheiten zu veredeln. Hier die ersten Resultate.

Trost? Es gibt keine Dicken, nur abgerundete Persönlichkeiten.

Viele Dicke sagen: Meine Gene sind halt falsch vermessen. Nein, mein Lieber. Das kommt allein vom vielen Fressen.

Man empfiehlt Dicken, immer nur die Hälfte zu essen. Fragt sich jetzt nur, die Hälfte von wieviel?

Etwas weniger essen ist noch keine halbe Portion.

Diät bringt gar nichts. Das ist, als würde ein Liebhaber dicker Zigarren nur noch dünne Zigarillos rauchen wollen.

Diät ist die Stiefmutter der Kochkunst. Oder Schwiegermutter, je nach Familie.

Gewichtigstes männliches Argument gegen Übergewicht: Je schwerer der Leib, desto schneller kein Weib.

Der Bissen geht zum Mund, bis der hereinfällt.


Kleiner Nachtrag

Das berühmte Zitat von Einstein. «Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher» stammt nicht von ihm, sondern indirekt von dem Psychiater Fritz Perls, Begründer der Gestalttherapie, und lautet so:

«Zwei Dinge sind, soweit wir wissen, unendlich – das Weltall und die menschliche Dummheit. Heute wissen wir, dass diese Aussage nicht ganz richtig ist. Einstein hat bewiesen, dass das Weltall begrenzt ist.»

Bezogen auf die Leibesfülle könnte man jetzt sagen: «Zwei Dinge sind, soweit wir wissen, unendlich: Das Weltall und die Ausreden der Adipösen. Heute wissen wir aber, dass das Weltall begrenzt ist.»

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Und Kurt Tucholsky meint:

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Dick sein ist keine physio-logische Eigenschaft – das ist eine Weltanschauung.