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Warum nur ...?

In der Bundesrepublik Deutschland sind 2012 7'300 polizeilich registrierte Fälle je 100 000 Einwohner ermittelt worden. Das sind 7,3% der Gesamtbevölkerung. Das könnte uns zur Hypothese verführen, dass zwischen 5 und 10 % der Einwohner der BRD in irgendeiner Weise ein befremdendes bis tragisches Verhältnis zu Gesetz und Ordnung haben.

Und nun fragt man sich vielleicht, ob dieser Prozentsatz sich auf andere Länder übertragen liesse. Man wäre dann versucht, von einer Malefiz-Konstanten zu schreiben, wenn das zur Klärung beitrüge. Tut es aber wahrscheinlich nicht.

Gleichzeitig lassen uns diese Zahlen hoffen, dass 90 bis 95 Prozent des Menschentums sich an Gesetz und Dekret, an Norm und Usanz, an Konvention und Prävention halten, folglich den Kategorischen Imperativ mehr oder weniger begriffen haben.

Sie wissen schon: «Handle nur nach derjenigen Maxime, die ...!» Du sollst folglich nicht lügen, weil Lügen als allgemeine Maxime: Nix gut, destabilisiert die Gemeinschaft.

Aber warum hält sich eine Minderheit ums Verwürgen nicht an die Vorgaben und missachtet die ordnenden Kräfte? Sind die einfach zu faul, dumm, oberflächlich, geil, zu machtgierig oder schlicht boshaft. Finden die sich oberclever, wenn sie mit bewusster Häme Gesetze umgehen.

Oder leiden diese Ignoranten mit scheuklappenmontiert schlicht an unheilbarer Egomanitis, die jede gesellschatfliche Bindung in den Orkus wünscht? Halten die sich für das Zentralgestirn des Universums, für die Inkarnation des Absoluten?

Also, warum nur? Warum nur lassen vereinzelte Hundebesitzer ihre Bellokraten frei im Wald herumstreunen? Warum wird Abfall nicht persönlich entsorgt? Warum werden Vermögen dem Fiskus entzogen? Warum fröhnen  Staatspräsidenten exzessiv ihren Allmachtsphantasien, und warum nur wollen wir uns damit nicht abfinden lassen?

Nun kommt dann wahrscheinlich jemand und will wissen, warum ich derart naive Fragen stelle?



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