Kritikon

Wo sind wir hier denn eigentlich?

Ist doch klar, in Bellinzona. Das sieht man doch: Das Castello und das Verkehrsschild im Hintergrund verdeutlichen es. Die Leutchen hier stehen auch symbolisch vor einer «Verbotenen Fahrtrichtung» (Einbahnstrasse). Aber was genau haben die zweieinhalb Knasterbärte hier verloren? Ihre Unschuld? Ihre Sprache?

Das darf vermutet werden. Denn an der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona gegen die drei Vorstandsmitglieder des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS) haben sie beharrlich geschwiegen, ein Verhalten, das sich schon vor Jahren generell empfohlen hätte.

Aber wer schweigt, wird nicht gehört, könnte man entgegnen. Das wäre allerdings bei diesen drei kinderreichen und hoch verschuldeten Helveto-Wahabasalafisten kein Grund für eine Staatstrauer oder gar ein Unglück für die Menschheit.

Wer seine rationalen Gebetbücher noch im Schrank hat, hörte da gar nicht erst hin. Und ein heisser Hingucker sind diese lächerlichen muslimatischen Popanze ja auch nicht gerade.

A
llerdings auch kein Grund, sorglos naiv und paradiesisch zu grinsen. Denn was diese drei selbsternannten Grossvesire der radikalislamistischen Auslegung des Quran in die reine Luft des aufgeklärten Denkens hinausblasen, sind hoch infektiöse Kranheitsherde einer religiös fundamentalistischen Epidemie.

Denn illisionistisch-blanchierte Koran-Exegese hat mit spiritueller Religiosität – was immer das auch sein soll –
etwa so viel zu schaffen wie ein Regenschirm mit einer Berner Platte.

Tja und dann sind da auf dem Bild noch diese finsterfenstrigen Typen, welche man eher vor einen Nachtclub als Triage-Muskelhaufen stellte, als dass man sie um die Vorbeter von Buchgläubigen garnierte.

Eine Konfession, die sich eine Leibwache halten muss, ist schon a priori fragwürdig. Diese Randfiguren würde ich weder zum Dinner einladen, noch ihnen in einer stillen Gasse begegnen wollen.

Fazit? Ein Wunsch: «Dare una bella lezione a Bellinzona!» Das wäre für unser Rechtsverständnis, aber auch für die drei extremmuselmanischen Musketiere, und nicht zuletzt für die gute Luft im Lande im Sinne einer Reinhalteverordnung sehr hilfreich. Gönnen wir ihnen zwei Jahre Bedenkzeit? Warum denn nicht?


 

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Head-Line in der AZ:
«Quad-Fahrer stösst mit Auto zusammen – Helikopter fliegt ihn schwer verletzt ins Spital.»
Den hätte man fliegen sehen wollen, den schwerverletzten Helikopter.