Aphorismen

Neue Aphorismen
Politik und Politiker Kapitel III

Wenn Sie Politik und Politiker, ja auch Politessen, noch immer nicht mögen, dann überspringen Sie bitte diese Rubrik, oder aber, Sie lesen diese Kurznachrichten erst recht, wenn Sie sich bestätigt wissen wollen.

Politiker wahren Interessen? Mag sein. Viele wahren aber nur die eigenen. Oder noch übler: Sie nehmen nur noch sich selber wahr.

Politiker sind wie Muscheln. Berührt man ihre Weichteile, machen sie zu!

Glanz und Elend des Politikers: Kaum gewählt, schon ausgezählt!

Die meisten Versprechen der Politiker waren bloss Versprecher.

Politische Slogans sind wie Nikolaus-Lebkuchen an Ostern und Ostereier an Weihnachten: Zur falschen Zeit am falschen Ort.

Im Wahlkampf verlieren viele Politiker endgültig die Restbindung an den guten Geschmack. Gilt auch für Frauen.

Natürlich haben auch Frauen etwas in der Politik verloren: Zum Beispiel ihre Unschuld!

Ideologisch eingeseifte Politiker sind gefährlicher als mit allen Wassern gewaschene Taktiker.

Politik und Ideologie: Das Duo Infernal der Geschichte; Genozide und Trümmerlandschaften.


Kommentare (1)

Georges Ramstein am 13.05.2018 10:07

«Politik, das ist die Freistatt, wo Verbrechen, die sonst Gefängnis oder Tod zur unvermeidlichen Folge hätten, wo Verrätereien, die sonst zu flammender Empörung aufriefen, wo Lügen, die sonst im allgemeinen Hohngelächter untergingen, nicht nur von diesen sonst natürlichen Konsequenzen bewahrt zu bleiben pflegen, sondern wo all diese Verbrechen, Verrätereien und Lügen als durchaus natürliche, wenn nicht gar rühmenswerte Bestätigungen der menschlichen Natur angesehen werden.»
Arthur Schnitzler (1862 - 1931), österreichischer Dramatiker und Erzähler
Quelle: Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, Wien, Phaidon-Verlag

Und Mark Twain meint:

img

Einen Politiker, der immer die Wahrheit sagt, gibt es nicht. Sonst wäre er nicht Politiker geworden.

Wahrheit ist etwas so Kostbares, dass Politiker nur sehr sparsam damit umgehen.

Rhetorik ist deshalb ein Problem, weil es schwierig ist, gleichzeitig zu reden und zu denken. Politiker entscheiden sich meistens für eines von beiden.

Geschichte

12. Oktober 2018

Von Markus M. Ronner stammt das Zitat: «Geschichte ist kurzlebig. Von Molotow ist nur der Cocktail übriggeblieben.» Klingt gut, ist aber Unsinn. Die Bedeutung der sog. Grossen Männer in der Geschichte ist zwar nach wie vor nicht ganz geklärt, aber ganz sicher Stoff für Interpretationen. Und jene der Frauen eher die Ausnahme: Katharina und Maria Theresia. Hier nun etwas Senf auf den Tellerrand. Warum nur kommt mir bei diesem Geschirr immer Talleyrand in den Sinn?


Weiterlesen

«Die Bibel»

28. September 2018

Die Bibel: Früher kannte man sie noch, zitierte auch fleissig, und so mancher tat, als hätte er sie begriffen, die Legenden und Fabeln aus Wüste und 1001 Nächten.

Wie auch immer, ein Anlass für ein paar satte Aphorismen ist das «Heilige Buch» allemal. Auch wenn klar sein sollte, dass es keine heiligen Bücher gibt, höchstens schlecht geschriebene. Seien Sie auch dieses Mal etwas nachsichtig und tolerant. Ich bin es nicht immer.
Weiterlesen

«Kultur»

15. September 2018

Viel zitiert und doch nie richtig begriffen. Vielleicht bringen uns ein Beutel voll neuer Aphorismen als Deutungs-Experimente der Sache etwas näher. Bitte sehr, und seien Sie etwas nachsichtig.
Weiterlesen