Ad Personam

Hofmann, Lütolf und Wildi:
Koryphäen des Fortschrittes

Historisch gesehen verdanken wir die Entwicklung der AIHK Region Brugg indirekt dem Generalsstreik von 1918 und somit auch die drei ausgiebigen Referate der oben erwähnten Personen.

Mit nicht gerade unbekannten Begriffen wie «Mut, Innovation, Digitalisierung, Vergangenheit, Zukunft oder Hightech» sind die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der gediegenen 100-Jahr-Jubiläumsfeier der AIHK Region Brugg im Campussaal beflügelt worden.

Zwischen Vorspeise, Hauptgang und Dessert durfte man das erfahren, was an sich unbestritten ist, nämlich wie mutig und innovativ die Region Brugg und wie enorm wichtig die Digitalisierung wäre, bei der aber noch Entwicklungsbedarf im Know-how beim Management und bei Mitarbeitenden bestünde. So zurecht RR Urs Hofmann.

Oder wählen wir das Beispiel von ABB Schweiz-Chef Lütolf: Dank digitaler Robotik könne man nun den Ovo-Aufstrich «Crunchy Cream» statt im Belgien wieder in der Schweiz kostengünstig produzieren, was vermutlich nicht nur die Glücksgefühle der gewinnorientierten Unternehmer steigern dürfte, sondern auch jene der Frühstücks-Aufstrich-Geniesser. Im Übrigen brauche es Mut, Mut zu einer Kultur des Scheiterns. Wobei Erfolg auch nicht gerade Staatstrauer auslöst.

AIHK-Aargau-Präsidentin Marianne Wildi wiederum bat die Unternehmer, sich gegenseitig zu unterstützen: Technologie und Methodentransfer waren hier ihre in keiner Weise bestrittenen Stichworte. Wie denn generell an diesem Abend schon auch ein wenig durch offene Türen marschiert wurde.

Doch alles in allem war das eine zwar wortreiche aber ermutigende Veranstaltung, von der man gerne hoffen möchte, dass ihr die Taten folgen werden, so wie 1918 die Industriellen der Region auf den Landesstreik reagierten und sich zur AIHK unter dem Namen «Verband der Industriellen von Brugg» zusammenschlossen und einsichtig genug waren, das Friedensabkommen in späteren Dezennien mit den Gewerkschaften zu verhandeln und zu beschliessen.

In seinem abrundenden und fulminanten Referat erinnerte zum Schluss Titus Meier an die damaligen sozialen Rahmenbedingungen, die in keiner Weise mit den heutigen Sicherungsmechanismen zu vergleichen sind. Man könnte sogar leicht polemisch versucht sein, dass die AIHK ohne Landesstreik gar nie oder erst Jahre später begründet und gegründet worden wäre.

Aber das ist spekulativ und passt nicht zum feierlichen Jubiläum einer Organisation, die alles in allem in den vergangenen 100 Jahren nicht stehen geblieben ist und allem Anschein nach auch nicht stehen bleiben wird, wenn sie sich die drei Referate zu Herzen und zu Verstand nimmt.

Kommentare (0)

Biographisches

Um nicht jedes Mal Fragen nach der Biographie beantworten zu müssen, soll sie hier wieder öffentlich zugänglich sein.
 

Als PDF herunterladen

Rätsel Nr. 25 «Wer ist es?»

13. Januar 2019

Und schon geht's weiter. Ganz einfach wird es nicht sein. Das bin ich Ihnen schuldig. Alsdann!
Weiterlesen