Ad Personam

«Wer ist es?» Nr. 4

Hier nun das vierte Rätsel. Dieses Mal besuchen wir das antike Griechenland mit seinen Geistesriesen. Jetzt sei schon verraten, dass es weder Sokrates, Platon noch Aristoteles sein werden. Die lebten später.

Der Gesuchte wurde ein paar Jahrhunderte v. Chr. in Kleinasien geboren. Aufgeschrieben hat er nichts. Was wir von ihm wissen, wurde später festgehalten.

Er war Politiker, befasst sich aber mit Naturphilosophie, und da vor allem mit dem Wasser. Er wandte sich erfolgreich Problemen der Geometrie zu, betrachete den Lauf der Gestirne und soll dabei in einen Brunnen gefallen sein. Im Übrigen meinte er, der Kosmos sei beseelt und voller Götter.

DIOGENES LAERTIOS berichtet vom Gesuchten, er habe behauptet, zwischen Leben und Tod sei kein Unterschied. Warum er dann nicht sterbe, habe ihn jemand gefragt. Darauf meinte er bloss: «Weil es egal ist!»

Das kann uns an EPIKUR erinnern, der zum Thema Tod schrieb: «Das schauerlichste aller Übel, der Tod, hat also keine Bedeutung für uns; denn solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da.»

Bitte antworten Sie nicht in der Kommentarspalte, es sei denn, Sie wollen das bewusst tun. Schreiben Sie an info@valentin-trentin.ch, oder anworten Sie mündlich auf 079 357 32 00. Das wahrt die Anonymität.


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Des Rätsels Lösung: «Wer war es?» (Nr. 4)

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Der Gesuchte hiess Thales von Milet (um 625 - 545 v. Chr.) Von ihm stammt das Zitat: «Das Prinzip aller Dinge ist Wasser; aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.» Stimmt ja auch irgendwie. Drei korrekte Lösungen sind eingetroffen. Glückwunsch.

Des Rätsels Lösung: «Wer war es?» (Nr. 3)

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Das Bild zeigt den Fürsten und Komponisten Don Carlo Gesu-aldo da Venosa (1566 bis 1613), der zusammen mit seinem Fürbitter, dem Kardinal von Mailand, Gott um Vergebung für seine schweren Sünden bittet.

Berühmt geworden ist er durch seine unorthodoxen Madrigale mit gewagten Akkordverbind-ungen, einer extremen Chro-matik und durch eine fast quälende Expressivisität.

Wenig Glück hatte er in seinem Eheleben. Er hat seine ungetreue Gattin, ihren Liebhaber und ein Kind ermordet oder ermorden lassen. Da sog. Ehrenmorde nicht verfolgt wurden, wurde der Fürst von Venosa nicht belangt.

Zwei richtige Lösungen sind eingegangen. Zwei weitere Antworten lagen sehr nahe. Genannt wurden Palestrina und Monteverdi.

Rätsel Nr. 25 «Wer ist es?»

13. Januar 2019

Und schon geht's weiter. Ganz einfach wird es nicht sein. Das bin ich Ihnen schuldig. Alsdann!
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