Aphorismen

Meine Generation: Von Krise zu Krise?

1953: Berliner Arbeiter-Aufstand. 1956: Ungarn-Krise. 1960: Kongo-Krise. 1961: Mauerbau BRD-DDR. 1962: Kuba-Krise. 1967: 6-Tagekrieg. 1968: Prager Frühling. 1970: Rote Armee Fraktion. Dann: Palästina-Konflikt, Zerfall des Ostblocks, Jugoslawien, Irak-Kriege, Dschihad, Taliban, Krim und Nord-Korea.

Meine Generation kann nicht behaupten, von Ängsten verschont gewesen zu sein. Mindestens zwei Mal musste man einen Weltkrieg III befürchten. Erinnern Sie sich z. B. noch an die Notvorrat-Empfehlungen?

Und jetzt? Südlich von China zündelt ein ehemaliger Berner Bub bewusst mit hochexplosiven Streichhölzern.

Westlich des Atlantiks weiss man nicht, ob der Mann mit dem miesen Friseur ein Fall für ein psychologisches Gutachten und ein Careteam ist, oder ob er nur die Folie als scheinbares politisches Genie für Mitglieder des KKK, Neonazis, für Alt-Right-Forderer, White Nationalists und White-Supremacy-Anhänger hergibt.

Und bei uns? Niemand will sich so richtig für Donald und Kim oder die EU begeistern wollen. Kann man verstehen. Und drei, vier Probleme kommen noch dazu: Ich nenne mal die verschmutzten Städte, die ungeklärten Verhältnisse in den Moscheen, den verluderten Strassenverkehr und die Frage, ob wirklich alle Asylanten den Flüchtlingsstatus beanspruchen dürfen.

Kommentare (2)

Ernst Bannwart am 04.09.2017 16:14

Politiker sehn manchmal klar
Und manchmal etwas wenigar.

Franz Hollinger am 04.09.2017 12:06

Lieber Valentin
Deine abschliessend geäusserte Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Denn das ehemals unschuldige Wort "Asylant" verlor nach 1980 seine Unschuld und wird seither zumeist abwertend gebraucht um Menschen zu benennen, die man nicht haben will. Der Asylant ist heute somit eine Person, die aus zweifelhaften Gründen Asyl sucht, die uns bedrängt und die das Gesetz ausnutzt (vgl. Süddeutsche Zeitung, 11. Dezember 2014). Man sagt deshalb auch "Scheinasylant" und nicht "Scheinasylbewerber". Herzlichst Franz